Die Lichtbildprophet-Redaktion stellt sich vor

Lichtbildprophet – Der glorreiche Name des größten deutschsprachigen Fotodepressionismus-Blogs ergab sich aus ‚Harry Potter‘. Richtig, der Tagesprophet gab den Urknall. Dem Urgeist gefiel der ‚Prophet‘. Aus Respekt vor (aus)gelernten Fotografen benutzte der Vormals-Blog für sich selbst stets den Lichtbildner. Beides kombiniert ergibt den sensationell geilen Namen Lichtbildprophet! Es war pure Bescheidenheit und kein Größenwahn, der das Huhn oder Ei zu diesem Namen trieb. Auch wenn der Lichtbildprophet eine Ein-Mann-Show ist, so hat er, wie andere Ein-Mann-Shows im Internet auch, natürlich eine Redaktion! Damit kann der Autor vom ‚wir‘, der schleimige Leser von ‚ihr‘ und ‚euch‘ reden. Heute und nur heute wollen sich die schüchternen aber genialen Redaktionsmitglieder den Millionen begeisterter Leser dieses einmaligen Blogs vorstellen:

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Notiz an mich: Die DSGVO ist ein voller Erfolg!

Endlich habe ich die volle Kontrolle über meine Daten!

Beispiel: In ein paar Wochen läuft mein Mobilfunkvertrag aus, der ist gekündigt und ich schaffe das Handy/Smartphone komplett ab. Ich behalte lediglich mein Tablet mit SIM-Karte und Datentarif, damit ist der Empfang von SMS und Anrufen aber nicht möglich.

Amazon: Ich möchte meine Mobilfunknummer entfernen, werde aber von den Programmierern des Bezos-Imperiums gezwungen eine neue Nummer einzugeben. Andere Optionen gibt es nicht!

ebay: Dasselbe Trauerspiel wie bei Amazon. Das Entfernen einer ‚alten‘ Mobilfunknummer ist nur mit der Eingabe einer neuen Mobilfunknummer möglich. Ich kann noch nicht einmal eine Fake-Rufnummer eintragen, da sie ja unbedingt verifiziert werden muss.

Ist das nicht fantastisch wie gut meine Daten in solch sicheren Händen ist! Auch diese Obhut und Fürsorge, die man mir semi-alten und schwer kranken Greis entgegenbringt. Vor Freude werde ich bei dem Gedanken ganz feucht im Schlüppi.

Beispiel: In meinem lichtbildprophetischen Blog zeige ich barfüßige Menschen. Diese moralische Entgleisung möchte ich Google, Facebook & Co. nicht zumuten. Dasselbe gilt auch für meine verbalen Entartungen, die in keinem sozialen Kanal auftauchen soll.

WordPress/Google+: Zu jedem Artikel/Beitrag kann ich wählen, in welchen sozialen Medium (Twitter, Tumblr, Google+ und Facebook) er gepostet werden soll. Egal was ich einstelle: Google+ holt sich jeden Beitrag des Lichtbildprophet und postet ihn in meinem Profil.

Das ist der totale Wahnsinn. Ich kann machen was ich versuche zu wollen und die monopolistischen Giganten des digitalen Zeitalters tun was sie für richtig halten. Natürlich kann ich mich von allem abmelden und die Segnungen der großen weiten Internetwelt ablehnen. Aber dann kann ich mich doch gleich sozial-medial erschießen. Heute gibt es doch schon kein Feedback mehr. Das kostet Zeit und hier müsste der hippe Schnell-Kommentator damit rechnen, verbal verrissen zu werden. Ohnehin gibt es keine Kommentarfunktion, nur den Mail- oder Realkontakt. Folglich weiss der arbeitsscheue Influencer nicht, ob sein Einsatz überhaupt fruchtet. Ein Like ist schnell gesetzt, die richtigen Worte finden ist da schon etwas komplexer.

Was sich unsere europäischen Neuland-Politiker ausgedacht und in der genialen DSGVO (das könnte auch die Abkürzung der neuen StVO für selbstfahrende Autos sein) in Stein gemeißelt haben ist einfach fantastisch und absolut wunderbar. Ich weiß seit heute: Meine von Europäern gesicherten Daten sind ganz sicher in amerikanischer Hand.

Homo digitalis

Lebensmotto: Digitalisiert euch!
Beziehungsstatus: Die Alte geht mir voll auf den Sack
Sexuelle Orientierung: egal, voll gender
Hobby: Schlafen
Drogen: Bloß kein Alkohol, ist ja voll gefährlich
Lieblingsessen: Hauptsache es kotzt sich gut wieder aus
Lieblingsgetränk: Red Bull oder Club Mate
Lieblingsbeschäftigung: Zocken
Urlaub: Eimer saufen und Reste ficken
Katastrophe: Kein Netz
Mittlere Katastrophe: Highspeedvolumen alle
Weltuntergang: Kein Strom
Ausbildung: Google und Wikipedia
Beruf: Hartz IV
Du hast einen Wunsch frei: Einen Monat im Club durchmachen
Was macht dich an: Crystal Meth und Party
Was ist voll Drama: Ladekabel vergessen
Eltern: Opfer
Was möchtest du mal werden: 27
Eigene Kinder: Opfer
Beste Freunde: Meine ganzen Kumpels von Facebook
Was wünschst du dir: Neuste Smartphone
Wovor hast du Angst: Handyarm und Genickstarre

Skizzenbuch – Das Erste und weg

Als kunstinteressiertes Überwesen weiß man, dass sich der Bildschaffende mittels Skizzen einem Werk genähert hat. Heute, im Husch-Wisch – Zeitalter der flinken Finger und kostenlosen Apps, hat man solch antiquierte Arbeitsweise nicht nötig. Das geht mit ein paar Fingertipps, noch zwei volle Silikon-Möpse zeigen, viel Filter, noch mehr Farbe und schon kriegen sich die Solosex-Praktiker nicht mehr ein. Was will ich da mit einem Skizzenbuch? Auch noch als semi-berufener Lichtbildner?

Notizen machen!

Für den Quatsch nutze ich mein Tablet. Da tippe ich hinein, was ich gleich eben wieder vergessen könnte. Vorausgesetzt, ich vergesse es nicht mir etwas Wichtiges zu notieren oder mir in der Hektik einer Dunkelkammerschlacht die Zeit fehlt, mir eine Notiz zu machen. Oder ich bin einfach zu faul zum Notizen.

Durch die Spielerei in der Dunkelkammer entstehen Abzüge, die erst noch aufgewertet werden müssen. Oder sie, die Abzüge, müssen noch eine Weile liegen, damit ich eine Beziehung dazu aufbauen kann. Manchmal fällt mir auch nichts ein, was ich mit dem temporären Schrott oder Abfall noch anstellen könnte. Im Laufe der letzten Jahre habe ich es mir angewöhnt, den Zwischenschritt-Bildern als auch mir persönlich Zeit zu geben. Das war nach der Chemo-Therapie schwer, stand ich doch unter dem Eindruck, womöglich nur noch wenig Zeit zu haben. Entsprechend verkrampft und kompliziert war meine Rückkehr in die kreative Rolle.

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