Ich kenne seit heute den Menschennamen, den es nur einmal in diesem Universum gibt, doch ich verrate ihn euch nicht.
Schlagwort: schwarzer humor
Ich, völlig umsonst und abzugeben
Ich glaube, ich habe ein paar Ich’s zu viel und ich würde sie gern kostenlos und absolut umsonst abgeben. Ich habe große Lagerräumung, alles zum sofort mitnehmen:
Ich!
Ich erzähl dir mal, was ich mit dir vorhabe.
Ich sag bescheid.
Ich entschuldige nichts mehr. Weil, es ist einfach zu viel, was ich entschuldigen soll. Und das Verständnis, was ich aufbringen soll. Es erdrückt mich.
Ich denke intensiv über mein Abgang nach und plane jedes Detail im Voraus. Zum Beispiel meine Abkündigung: Ich konzentriere mich wieder nur auf mich. Ich kann da auf viel Erfahrung zurückgreifen.
Ich hätte ja alles richtig gemacht, aber du hast mich nie gelassen.
„Ich würde“ ist kein Ja!
Ich denke drüber nach.
Ich hätte es ganz anders gemacht.
Ich will nicht mehr.
Ich kann nicht mehr!
Ich möchte nicht mehr!
Ich will, der Rest ist mir egal.
Ich habe viel geredet, doch leider nichts erreicht.
Ich erzähle dir viel von mir, damit ich dich von deinen eigenen Baustellen ablenke.
Ich komme.
Ich gehe.
Ich gehe und komme wieder.
Ich gehe und komme nie wieder.
Ich komme nicht rein.
Ich hätte gern, aber … lassen wir es.
Ich bin frei.
Mich ist irgendwie auch ein ich.
Ich bin allein.
Ich bin nicht allein allein.
Ich habe mir immer Mühe gegeben.
Ich lass es lieber.
Ich probiere es mal.
Ich gehe zu ihr.
Mit Parolen gegen Corona!
Kein Asyl für Virus-Mutationen!
An den Grenzen Schiessbefehl gegen Virus-Mutationen!
Kastriert chemisch das Corona-Virus!
Mit Feenstaub gegen das Einhorn der Corona-Schutzimpfung!
Ich habe sie erfunden! Was, das lesen sie später …
Ich bin der wahre Erfinder der Alltagsmaske!
Den Prototypen gibt es exklusiv nur auf Instagram zu sehen. Das ist der Beweis!
Dann kam so ein Vollhonk, stahl mir die Idee und behauptete auch noch, das Selbstgebastelte vor Mund und Nase drapiert schützt vor dem neuartigen Corona – COVID-19 Virus und so.
Das ist alles ein Schwindel!
Ich wollte mich mit meiner genialen Alltagsmaske nur von eurem lieblos-langweiligen Digitalbildchen schützen.
Was dann daraus gemacht wurde, das habe ich so wirklich nicht gewollt.
Schluchz, heul …
Die Alltagsmaske – Update
Dass es bei der ‚Lockerung‘ der Kontaktbeschränkungen auch um die Frage des verpflichtenden Tragens einer Nase-Mund-Maske gehen wird, war mir schon irgendwie klar. Dass es dazu nicht kommen kann auch. Denn wenn es schon unter Anstrengung nicht gelingt, das Plegekräfte, Ärzte, Verkäufer ausreichend versorgt sind, wie will man dann die restliche Nation dazu verdonnern, eine entsprechende Maske zu tragen.
Man erinnert sich an die gute alte DDR, Bastelanleitungen und Influencer im Homeoffice: Fetzige Youtube-Videos mit kühlen Bauplänen für krasse Nase-Mund-Masken. Da das Kind einen Namen bekommen muss und in Sachen Schutz die selbstgehäkelten Dinger eher fragwürdig sind, schafft irgendein Genie den Begriff ‚Alltagsmaske‘. Mir schießt sofort Stalins Badezimmer in den Kopf.
Und so taucht das Neuwort gestern zuhauf auf, die Alltagsmaske im Paarlauf mit der Maskenpflicht. Ich hatte ja gehofft, dass mir gestern Abend die Mutti oder der bayrische Landesfürst erklärt, was eine Alltagsmaske denn nun ist und vor allem wie das ständig vor dem Rüssel getragen wen wie schützen soll? Stattdessen bekomme ich die klare Ansage, dass die guten hilfreichen Masken, die der Bund und die Länder dem Markt entziehen, für die vielen Noch-Helden des Alltags sind. Ich, der vor fast einem halben Jahrhundert auch als Junge Nadelarbeit hatte, der sich gerade noch an den Kreuzstich erinnern kann, soll mir eine Maske selber basteln. Kleben. Stricken. Falten. Oder Ertanzen.
OK, meine Erinnerung an die Zivilverteidigung, dem niveaulosen Bau der eigenen Atemschutzmaske, blende ich wegen Wiederholungsgefahr mal aus. Wenn es jemals zuvor eine ‚Alltagsmaske‘ gab, dann war es maximal eine modische Nutzlosigkeit und mit dem Vermummungsverbot spätestens verboten!