Weiße Männer sind der Grund für all das Übel auf dieser Erde

Schmähworte.
Aldi-Influencerin.
Wellenfunktion.
Fokusfrei.
Kampfbegriffe.
Hassrede.
Einmal Hure, immer Hure.
Feministe und Feministin.
Mord.
Leibeskunst.
Leibesschönheit.
Liebeskunst.

Überall und fast jeder ist jetzt Ukraine. Ich kenne Ukraine nur von den finanziell unabhängigen Zahnärztinnen, die in mir den idealen Partner für eine zu gründende Familie sehen, mich deshalb per Mail anschreiben und um Kontakt zu mir flehen.

Zimmer frei.

Eilmeldung: Ohrstöpsel werden knapp!
Weil viele Ukrainer*Innen gerne Kriegspielen und deshalb in ihre Heimat zurückkehren, jedoch Angst vor dem Lärm einschlagender Bomben und Raketen haben, kaufen die Rückkehrer Unmengen Gehörschutz auf und nehmen die Ohrstöpsel in ihre Heimat mit.

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Alles nur Gedanken zur Nacht.

Geheime Schatten, ihr Licht durchdringt.
Stille Kraft.
Wir sind nichts, im grunde genommen.
Aus nichts kann entstehen.
Schau nur, mit offenem Herzen.
Nimm dich nicht ernst, sag ich zu mir.
Die Nacht, unser Duett.
Mein Kaffee, dein Kakao.
Wir sind wie Nacht und Nacht.
Wie weit bist du bereit für das was du liebst zu gehen?
Ich hätte dich schützen müssen.
Mit mir spiele ich nicht mehr Fange. Immer verliere ich.
Ich lach mich krumm: Plötzlich redet der Egoist von Solidarität.
Ich bin ein Opfer der Querdenker und Impfverweigerer.
Ich bin ein Opfer der Gutmenschen.
Torte der Wahrheit.
Dreht sich die Erde rechts oder links herum?
Okidoki.
Nächstentiefe.
Lass das du Arschloch.

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Zerberstung

Gedanken zum Entstehen einer Arbeit

Vor 365 Tagen, als vor einem Jahr, war viel Achterbahn angesagt. In der Folgezeit sind Dinge geschehen, die einfach passiert sind. Jedenfalls für mich und das, ohne über ein einziges Detail nachzudenken. Und doch zog sich alles wie ein zäher kalter Kaugummi in Zeitlupe in die Länge. Quälend langsam zog sich, was bis in jeden Krumen zerlegt und beredet werden musste. Was für ein Drama und ein explosives Gemisch aus Plan, Angst und Liebe. In der Zeit entstanden ein paar für mich verstörende Arbeiten, die wiederum Aussenstehende ziemlich interessant fanden. Und so kam es vor, dass die Farbe noch garnicht richtig trocken ist und ich das Bild bereits los war. Auf der anderen Seite halte ich auf Wunsch Arbeiten zurück, worin eine besondere Bedeutung für die Zeit gesehen wird, die mich mittlerweile viel eher belastet.

Zwischenzeitlich dachte ich, auf wundersame Weise meine Blase verlassen zu haben. Erst zeitweise, offener Vollzug sozusagen. Dann fühlte ich nichts mehr, so als sei ich urplötzlich entlassen. In den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass sich nichts geändert hat. Meine Blase hat lediglich einen mobilen Filmvorführer engagiert und für Tamtam in der Blase gesorgt. Das hat mich vom eigentlichen Problem abgelenkt: Egal was da in mir drin geschieht, ich muss damit alleine klar kommen. Oder ich warte, bis da die eine Hoffnung sich erfüllt oder platzt, doch wann das ist, ist völlig offen. Anfänglich war es „mein Gekleckse“, was jedoch dafür reichte, Bilderrahmen mit aufgezogenem Kitsch ins Atelier vorbeizubringen und mir zum Übermalen zu geben. Inklusive der Wünsche nach Farbe und mehr Ruhe in der Arbeit. Ich upcycle Kitsch und mache zeitgenössische Kunst daraus. Fairerweise gab es auch die Frage nach dem Geld, wenigstens für die Farben & Co.. Nun denn, ich entwickle einen Gedanken und beginne.

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