Alles nur Gedanken zur Nacht.

Geheime Schatten, ihr Licht durchdringt.
Stille Kraft.
Wir sind nichts, im grunde genommen.
Aus nichts kann entstehen.
Schau nur, mit offenem Herzen.
Nimm dich nicht ernst, sag ich zu mir.
Die Nacht, unser Duett.
Mein Kaffee, dein Kakao.
Wir sind wie Nacht und Nacht.
Wie weit bist du bereit für das was du liebst zu gehen?
Ich hätte dich schützen müssen.
Mit mir spiele ich nicht mehr Fange. Immer verliere ich.
Ich lach mich krumm: Plötzlich redet der Egoist von Solidarität.
Ich bin ein Opfer der Querdenker und Impfverweigerer.
Ich bin ein Opfer der Gutmenschen.
Torte der Wahrheit.
Dreht sich die Erde rechts oder links herum?
Okidoki.
Nächstentiefe.
Lass das du Arschloch.

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Fünf zu Fünfhundert und viel viel mehr

Als ich mich trotz DSGVO-Knebelung entschied, dem Besucher die Möglichkeit der Meinungsgeigung (vormals bekannt als Kommentar) wieder einzuräumen, da war mir klar, dass wohl eher Bots und unterbezahlte SEO-Vollhonks ihren Rödelrotz hier absetzen werden. Dem zu erwartenden Schlotz musste ich einen, besser sogar zwei Riegel vorschieben. Und so beschützt mich eine Anti-Werbung-Biene als auch eine simple mathematische Herausforderung davor, Zeitverschwendung mit absoluten Sinnlosigkeiten zu betreiben. Da das Jahr nun mehr als offensichtlich dem Ende zu rast und frontal am 31. Dezember enden wird, ist es Zeit Bilanz in Sachen Kommunikation zwischen Webseiten-Halbgott Ronaldo ‚Lichtbildprophet‘ Capybara und dem Pöbel dem Mob den lieben Besuchern zu ziehen:

Den fünf Wortmeldungen durch mir absolut unbekannte Besucher, auf die ich zweimal geantwortet habe, stehen über 500 maschinen-abgewiesene Einträge gegenüber! Über 500 mal vom Menschen produzierte Verbalgülle, die händisch oder mit Maschinen verteilt wird. Ganze fünf Wortmeldungen von Internetbewohnern, die schreiben und rechnen können. WOW! Eine Traumquote für aufmerksamkeitsdefizitäre Therapiegänger.

Zugegeben: Was soll man auf diesen Egotrip hier auch als Reaktion schreiben?
Bauchpinseleien und Lobeshymnen sind nicht zu erwarten.
Dabei gibt es hier nur großartige Anti-Fotografie, hier und da am Rande der Pornografie, zu sehen.
Aber es war schon immer ein Problem: Konsumieren ja, ist ja umsonst und total gratis.
Mehr geht nicht. Visuelle und verbale Prostitution für ein wenig Liebe, vorgetäuscht.

Außerdem: Wer schreibt heute noch Kommentare?

Der Homo digitalis kann nicht schreiben und wenn doch, dann irgendein Stenodeutsch mit integrierter Gedankenerkennungshürde für den Leser. Höfliche Anrede, ganze Sätze, ordentliche Fragen und Antworten sind ja fast Mobbing oder grenzen gar an Stalking. Ja, wir rennen lieber des Denkens befreit mit dem Smartphone rum, lassen unsere aktuelle Position und das Konsumverhalten tracken, bekommen nur positive Nutzererlebnisse ohne Nippel und andere Geschlechtsmerkmale präsentiert, legen jedoch beim schnöden Schreibens eines Eindrucks aller höchsten Wert auf Datenschutz. Das ist Massenverdummung unter Berücksichtigung der höchsten Bequemlichkeit.

Und Verblödung.

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Aventura Post GmbH an den Photoalchemist: ‚Account Status: (1) Nicht beanspruchter Amazon-Gutschein‘

Jippie!

Juhuhu!

Ich könnte ein möglicher Gewinner sein!

Ja, in der Gutmenschwelt ist jeder ein Gewinner.
Irgendwie schon, weil ja alle ein Erfolgserlebnis brauchen.

Kein: DU BIST EIN VERLIERER!
Nein: DU BIST EIN MÖGLICHER GEWINNER!

Ich gewinne zwar nicht, aber der Ausblick ein Gewinner zu sein macht mich total happy. Keine bösen Worte, keine bösen Gedanken, alle haben sich lieb und tun nie wieder streiten.

BIS das Leben dich ordentlich in den Arsch fickt.

Sorry, aber dieses Getue um die Motivation ist Betrug am Menschen.

Man stelle sich wirklich vor, alles wäre richtig, auch das Falsche. Alle sind Gewinner, auch die Verlierer. Auf so etwas können nur Menschen kommen, die selber einen Sprung in der Schüssel haben und niemals einen Fuß auf den Boden bekommen werden. Weil sie Angst vor Arbeit haben, alles zerreden wollen, aus Faulheit, weil sie Pädagogik studiert haben. Zu mehr hat es halt nicht gereicht. Ist ja genau dasselbe wie BWL. Alles Loser, Verlierer, Weichflöten. Herzlichen Glückwunsch, du hättest auch ein kluger Mensch werden können:

Zitat Anfang
Herzlichen Glückwunsch!
Sie sind unser möglicher Gewinner!
Hauptpreis: Einkaufsgutschein von Amazon im Wert von 500 EURO
Um Ihre Daten zu prüfen und die Teilnahme zu bestätigen, bitte hier klicken!
Ihre Vorteile:
1. sofort, einfach und unverbindlich
2. 100% kostenlos
3. gleich online einlösbar
Falls Sie also als möglicher Gutschein-Empfänger ausgewählt wurden, hier nachsehen: hier klicken
Mit freundlichem Gruß,
Ihr Gutschein Kundenservice-Team

Zitat Ende

Mein Verständnis ist dann mal alle

Das Modell es mit Termin- und Zeitabsprachen nicht so genau nimmt und ich doch mehr Verständnis für die Situation der jungen Dame zu haben habe, das kenne ich seit Anfang an meiner scheinfotografischen Karriere. Die ganze Welt erwartet und verlangt von mir umfassendes Verständnis. Zum Beispiel die Betreiber des Berliner öffentlichen Nahverkehrs. Zur Zeit muss ich mit einem Schienenersatzverkehr oder der weiträumigen Umfahrung zurechtkommen. Ich gebe mir mehr Zeit und umfahre, weiträumig. Es vergeht nur kein Tag, an dem mal was nach Fahrplan läuft: Bahn minutenweise zu früh oder zu spät, S-Bahn fällt aus oder sie fährt, wie sie will. Man hat seitens der BVG und S-Bahn Berlin für die Verzögerungen und Ausfälle zwar keine Schuld, bittet mich aber um Verständnis. Mittlerweile nervt mich diese Masche gewaltig, weil sie auf widerliche Weise in alle Bereiche des Lebens eingezogen ist: Persönlich hat keiner Schuld und man bittet mich um Verständnis. Ja, ich muss sogar Verständnis haben, so zumindest die Forderung.

Terminabsprache. Soweit alles klar, denke ich, nur würde ich gerne wissen, wo genau wir uns treffen wollen. Selbst der kelinste Ort in Berlin kann ziemlich groß sein. Schweigen. Vierzehn Tage. Zur Verabredung kommt es auch nicht, geschweige denn, dass eine Erklärung kommt, warum die Antwort auf sich warten lässt und die Terminabsprache vielleicht nur ein ‚Spaß‘ um mehr persönliche Aufmerksamkeit war. Nix, schweigen. Und wenn ich der Prinzessin gewaltig verbal die Leviten lesen würde, käme nur ein blödes Sorry und ich sollte doch bitte Verständnis haben, dass ausgerechnet an dem Verabredungstag urplötzlich Oma’s wöchentliche Badetag ist. Oder man wieder so eine Depri hat, weil man seinen Hintern nicht von der Couch bekommt und nicht weiß, wie man sich selbst beschäftigen könnte. Oder was weiß ich. Die Liste der Ausreden ist lang wie lächerlich.

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Acht mal drei zum Gedenken

Ich musste für die Freiheit kämpfen: Angela Davis! Luis Corvalan!
Eine Geldspende ist genehm. Vor versammelter Klasse.
So war ich auch ein guter Pionier. Die sozialistische Welt in Ordnung.
Ich musste immer mein Essen aufessen.
Weil die Kinder in Chile und Vietnam Hunger leiden. Es nicht so gut haben wie wir.
Also das Damals ‚wir‘. Die geschlagene Kindheit meine ich.
Ich musste mal für Frieden und Abrüstung demonstrieren.
Später ich las, mein friedliebendes Land sich aus Waffenverkäufen finanzierte.

Dann kam das, woran alle immer geglaubt und keiner so recht glauben wollte.
Alles wurde anders und besser. Grenzen grenzenlos und gesagt, was das Beste ist.
Die Dämonen von einst in die Industrie und Tagebaue gesteckt.
Keiner wollte sie dort haben. Die Freiheitsliebenden machten Industrie, Tagebaue dicht.
Sie hatten alles im Überfluss und viel besser als das alte Alte.
Heute ist Freiheit, die Mutti nackt den Pudding kocht.
In Milde einer Enge der politischen Mitte.
Ich muss nur so denken wie ihr, sonst ich Nazi bin.

Es lebe die Gemeinschaft der vorlauten Individualisten,
denen wir für ein Nichts tosend Beachtung applaudieren.
Ich muss keine Neger, Zigeuner, Eskimos sagen.
Mann und Frau wortwörtlich abgeschafft. Zucker durch Mund in Hintern geblasen.
Neuland erobernd bequem vom Sofa aus, gläsern datengeschützt.
Ein Kapital seine Hetzjagd treibt, die Gewählten treiben vergessend mit.
Heile Welt wohin ich schau, nur schnell weiter gezappt und gewischt.
Jedem seine Aufmerksamkeit, einen Feiertag für kleine Demos, das eigene Klo!