Aventura Post GmbH an den Photoalchemist: ‚Account Status: (1) Nicht beanspruchter Amazon-Gutschein‘

Jippie!

Juhuhu!

Ich könnte ein möglicher Gewinner sein!

Ja, in der Gutmenschwelt ist jeder ein Gewinner.
Irgendwie schon, weil ja alle ein Erfolgserlebnis brauchen.

Kein: DU BIST EIN VERLIERER!
Nein: DU BIST EIN MÖGLICHER GEWINNER!

Ich gewinne zwar nicht, aber der Ausblick ein Gewinner zu sein macht mich total happy. Keine bösen Worte, keine bösen Gedanken, alle haben sich lieb und tun nie wieder streiten.

BIS das Leben dich ordentlich in den Arsch fickt.

Sorry, aber dieses Getue um die Motivation ist Betrug am Menschen.

Man stelle sich wirklich vor, alles wäre richtig, auch das Falsche. Alle sind Gewinner, auch die Verlierer. Auf so etwas können nur Menschen kommen, die selber einen Sprung in der Schüssel haben und niemals einen Fuß auf den Boden bekommen werden. Weil sie Angst vor Arbeit haben, alles zerreden wollen, aus Faulheit, weil sie Pädagogik studiert haben. Zu mehr hat es halt nicht gereicht. Ist ja genau dasselbe wie BWL. Alles Loser, Verlierer, Weichflöten. Herzlichen Glückwunsch, du hättest auch ein kluger Mensch werden können:

Zitat Anfang
Herzlichen Glückwunsch!
Sie sind unser möglicher Gewinner!
Hauptpreis: Einkaufsgutschein von Amazon im Wert von 500 EURO
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Mit freundlichem Gruß,
Ihr Gutschein Kundenservice-Team

Zitat Ende

Mein Verständnis ist dann mal alle

Das Modell es mit Termin- und Zeitabsprachen nicht so genau nimmt und ich doch mehr Verständnis für die Situation der jungen Dame zu haben habe, das kenne ich seit Anfang an meiner scheinfotografischen Karriere. Die ganze Welt erwartet und verlangt von mir umfassendes Verständnis. Zum Beispiel die Betreiber des Berliner öffentlichen Nahverkehrs. Zur Zeit muss ich mit einem Schienenersatzverkehr oder der weiträumigen Umfahrung zurechtkommen. Ich gebe mir mehr Zeit und umfahre, weiträumig. Es vergeht nur kein Tag, an dem mal was nach Fahrplan läuft: Bahn minutenweise zu früh oder zu spät, S-Bahn fällt aus oder sie fährt, wie sie will. Man hat seitens der BVG und S-Bahn Berlin für die Verzögerungen und Ausfälle zwar keine Schuld, bittet mich aber um Verständnis. Mittlerweile nervt mich diese Masche gewaltig, weil sie auf widerliche Weise in alle Bereiche des Lebens eingezogen ist: Persönlich hat keiner Schuld und man bittet mich um Verständnis. Ja, ich muss sogar Verständnis haben, so zumindest die Forderung.

Terminabsprache. Soweit alles klar, denke ich, nur würde ich gerne wissen, wo genau wir uns treffen wollen. Selbst der kelinste Ort in Berlin kann ziemlich groß sein. Schweigen. Vierzehn Tage. Zur Verabredung kommt es auch nicht, geschweige denn, dass eine Erklärung kommt, warum die Antwort auf sich warten lässt und die Terminabsprache vielleicht nur ein ‚Spaß‘ um mehr persönliche Aufmerksamkeit war. Nix, schweigen. Und wenn ich der Prinzessin gewaltig verbal die Leviten lesen würde, käme nur ein blödes Sorry und ich sollte doch bitte Verständnis haben, dass ausgerechnet an dem Verabredungstag urplötzlich Oma’s wöchentliche Badetag ist. Oder man wieder so eine Depri hat, weil man seinen Hintern nicht von der Couch bekommt und nicht weiß, wie man sich selbst beschäftigen könnte. Oder was weiß ich. Die Liste der Ausreden ist lang wie lächerlich.

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Acht mal drei zum Gedenken

Ich musste für die Freiheit kämpfen: Angela Davis! Luis Corvalan!
Eine Geldspende ist genehm. Vor versammelter Klasse.
So war ich auch ein guter Pionier. Die sozialistische Welt in Ordnung.
Ich musste immer mein Essen aufessen.
Weil die Kinder in Chile und Vietnam Hunger leiden. Es nicht so gut haben wie wir.
Also das Damals ‚wir‘. Die geschlagene Kindheit meine ich.
Ich musste mal für Frieden und Abrüstung demonstrieren.
Später ich las, mein friedliebendes Land sich aus Waffenverkäufen finanzierte.

Dann kam das, woran alle immer geglaubt und keiner so recht glauben wollte.
Alles wurde anders und besser. Grenzen grenzenlos und gesagt, was das Beste ist.
Die Dämonen von einst in die Industrie und Tagebaue gesteckt.
Keiner wollte sie dort haben. Die Freiheitsliebenden machten Industrie, Tagebaue dicht.
Sie hatten alles im Überfluss und viel besser als das alte Alte.
Heute ist Freiheit, die Mutti nackt den Pudding kocht.
In Milde einer Enge der politischen Mitte.
Ich muss nur so denken wie ihr, sonst ich Nazi bin.

Es lebe die Gemeinschaft der vorlauten Individualisten,
denen wir für ein Nichts tosend Beachtung applaudieren.
Ich muss keine Neger, Zigeuner, Eskimos sagen.
Mann und Frau wortwörtlich abgeschafft. Zucker durch Mund in Hintern geblasen.
Neuland erobernd bequem vom Sofa aus, gläsern datengeschützt.
Ein Kapital seine Hetzjagd treibt, die Gewählten treiben vergessend mit.
Heile Welt wohin ich schau, nur schnell weiter gezappt und gewischt.
Jedem seine Aufmerksamkeit, einen Feiertag für kleine Demos, das eigene Klo!

Dafür gab es eins hinter die Ohren

Heute darf nichts mehr!
Außer endlos reden, versteht sich!

Ich darf niemand angucken und ansprechen, der den Anschein macht, nicht angeguckt und angesprochen zu werden. Als Gegenreaktion zückt er entweder das Messer oder verklagt mich, weil ich ihn angeguckt, ansprechen wollte und damit beleidigt habe.

???

Wenn mich jemand anschreibt, dann darf ich nicht erwarten, dass mir ordentliche Sätze präsentiert werden. Anfragende hauen einen Schwall aneinandergereihte Buchstaben raus, die vermutet ein Wort ergeben könnten.

???

Haben eure Erzeuger nebst den Personen, bei denen ihr aufgewachsen seid, in der Kinderstube vergessen euch dann und wann daran zu erinnern, ordentliche Sätze zu bilden und die Frage so zu stellen, dass der andere diese versteht? Und wenn ihr das beim zweiten und dritten Mal nicht verstanden habt, dann gab es was hinter die Ohren.

!!!

BUH, was für böse Worte. Man haut nicht, auch nicht den denkanregenden Klaps* an den Hinterkopf! BUH!

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Warum Deutschland nicht mehr WM und EM spielen sollte – UPDATE

Mit Fußball habe ich nichts am Hut. Dieses nach einer Kugel Hinterhergerenne von 21 Frauen oder Männer sieht nicht nur albern aus, sondern scheint hin und wieder auch schmerzhaft sowie total ungerecht zu sein. Für den, der Kampf bis zum bitteren Ende will: Macht das Feld kleiner für ein Mann gegen Mann, Frau gegen Frau. Gerne noch einen Oberlehrer dazu gestellt, der alles besser weiß ohne es selbst besser zu können. Dann schlagt euch gegenseitig – wie in der römischen Arena – animalisch den Kopf ein. Auf diese Weise kann man auch Kriege mit vielen tausend Tote verhindern. Sollen es die Propagandisten und Rädelsführer selbst richten: Donald und Kim in den Ring, Angela schiedsrichtet und wir wissen endlich, wie das Trump ohne sein Echthaar-Toupet aussieht.

Zurück zum eigentlichen Thema: Fußball und Meisterschaften a la WM. Ich erweitere meine philosophisch-prophetischen Gedanken um die EM. Um jeden Wettbewerb mit Erfolgszwang nach der Torregel. In diesen Wettbewerben sehe ich eine grobe Verletzung der deutschen Gutmensch-Doktrin! Es wird nicht anerkannt, dass sich der unterlegene Gegner – zum Beispiel Deutschland im Mexiko-Spiel – Mühe gibt, immerhin pünktlich zur Meisterschaft und zum Spiel erschienen ist. Es wird nicht anerkannt, dass die Mannschaft auch Landsmänner und -frauen mit Migrationshintergrund mitspielen lässt. Und dass diese Neubürger dennoch einen guten Draht zu ihrer alten Heimat und Sippe haben. Des Weiteren finden in der Bewertung der verlorenen Spiele die bestgeputzten Fußballschuhe genauso wenig Anklang wie das weißeste Bio-Weiß. Oder das meiste Vegan-Gel in den Haaren, die gewagteste Intimfrisur oder, oder oder. Auch wenn einen Mannschaft während des Spiels bemüht ist, den Regenwürmern und kleinen Krabbelkäfer wehzutun, wird dieses mehr als faire Spielverhalten nicht in Form zusätzlicher Wertungspunkte angemessen gewürdigt. Eine Mannschaft und ein so vorbildliches Land wie es Deutschland zur Zeit ist, sollte mehr Respekt und Anerkennung der Fußball-Nebenleistungen widerfahren. Deutschland ist nach Mexiko in Russland Weltmeister der Herzen! *Hust

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