Beobachtungsstatus

Junges Selfiemodell fühlt sich von Verehrern, die sich nicht zu benehmen wissen, verfolgt.
Eine unangenehme Situation, doch wozu gibt es Blockierfunktionen, wenn das Modell diese Perverslinge nicht öffentlich machen möchte?
Lieber wechselt das Modell zu OnlyFans, wo sie unzensiert und ungeschnitten ihre Arbeiten zeigt. Gegen Geld, versteht sich.
Eine unangenehme Situation, diese digitale Prostitution und die Perverslinge wird sie damit erst Recht nicht los. Im Gegenteil, sie züchtet neue heran.

Gedacht von der Wand bis zur Tapete.
Unlogisch und inkonsequent.
Kündigung.
Amazon Prime.
Ich stimme mit meinem Kaufverhalten ab.
Ich möchte auch einmal mein Gehalt ganz unanständig und nach meinem Gusto erhöhen dürfen.
Grenzenlose Gier.

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Wann kommt die Glut?

Apokalypse.
Drama.
Wir gehen unter.
Aussterben.

Wenn man bedenkt, was da kommen soll, dann geht es uns heute doch gar nicht mal so gut.

Schlecht?
Panik zieht immer.
Sex auch.
Wie kündige ich eine Ehe, richtig?
Stoppt grausam.
Grausam blöd.
Stimmungsvolles Ende.
Lebendtiertransport.
Mittwoch, der 13te.
Panik.
Warum?
Den Alltag leben und das Leben geniessen.
Ökofinca.

Das Weibchen kann Männchen machen. Aber wie macht das Männchen Weibchen?

Schwindelfrei.
Weib!

Auf die Gluthitze, die keine war, folgt die nächste Panikattacke der Sommerpause.

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Über Dinge, die sich ändern könn(t)en

Bis vor einiger Zeit hat mich „Sabine Alex“ und ihre „Mobile Dunkelkammer“ nicht einmal mit ihrem Arsch angeguckt. Heute folgt sie mir auf Instagram. Die Welt ist verrückt und die Dinge können sich eben ändern. Da fällt mir sofort „analogue now“ ein. War die zuvor genannte Dame dort nicht auch aktiv? Mit ständig wechselnder Besetzung versucht die Berliner Meute um einen Verein herum die analoge Fotografie hochzuhalten. Noch zu meiner Autorenzeiten hätte und wollte ich das positive Ansinnen sofort unterstützen. Doch man lieferte sich lieber Grabenkämpfe und ich war wohl nicht elitär genug. Entsprechend dümpelt die Truppe genüsslich vor sich hin, schmort im eigenen Saft und feiert grossartige Erfolge, die der analoge Aussenstehende nicht wahrnimmt. Manche Dinge ändern sich eben nie.

Ansichten ändern sich. Standpunkte eher selten. Meinungen ändern sich. Meinungen können sich stündlich ändern, wenn der Richtige die richtige Meinung hat, die zu meinem Gusto passt. Darf sich ein Standpunkt ändern? Ich frage jetzt nicht wegen der demonstrierten menschlichen Schwäche, die ein Standpunktwechsel für den Rest der besseren Welt offensichtlich offenbart: Da hat jemand plötzlich einen ganz anderen Standpunkt!? Fotografen müssen den Standpunkt wechseln, sonst wird es langweilig. Sind sie deshalb menschliche Schwächlinge? Interessante neue Perspektive aber menschlich absolut schwach! Den Standpunktwechsel also bitte ganz langsam und viel Geduld, so dass der Weltenrest es garnicht mitbekommt. Nur der Tod ist sofort. Oder auch gleich. Standpunktwechsel betont cremig. Daran ändert sich nichts. Er, der Tod, wartet nicht oder lässt sich absolut nicht von seinem Vorhaben abbringen. Irgendwie grausam, oder? Über alles andere lässt sich vortrefflich reden, kann durch Diskutieren ins feinste Pulver zermahlen werden, doch das Arschloch Tod ist kompromisslos konkret.

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132_2020

Prototyp der wahren Alltagsmaske

Prototyp der wahren Alltagsmaske
Nr. 2631
Unikat: Kunstobjekt, ca. 17 x 21 cm
(c) 2020 Ronald Puhle

Über Risiken und Nebenwirkungen der Blödheit hätten die Erzeugereinheiten ihre Brut aufklären müssen!

Fünf zu Fünfhundert und viel viel mehr

Als ich mich trotz DSGVO-Knebelung entschied, dem Besucher die Möglichkeit der Meinungsgeigung (vormals bekannt als Kommentar) wieder einzuräumen, da war mir klar, dass wohl eher Bots und unterbezahlte SEO-Vollhonks ihren Rödelrotz hier absetzen werden. Dem zu erwartenden Schlotz musste ich einen, besser sogar zwei Riegel vorschieben. Und so beschützt mich eine Anti-Werbung-Biene als auch eine simple mathematische Herausforderung davor, Zeitverschwendung mit absoluten Sinnlosigkeiten zu betreiben. Da das Jahr nun mehr als offensichtlich dem Ende zu rast und frontal am 31. Dezember enden wird, ist es Zeit Bilanz in Sachen Kommunikation zwischen Webseiten-Halbgott Ronaldo ‚Lichtbildprophet‘ Capybara und dem Pöbel dem Mob den lieben Besuchern zu ziehen:

Den fünf Wortmeldungen durch mir absolut unbekannte Besucher, auf die ich zweimal geantwortet habe, stehen über 500 maschinen-abgewiesene Einträge gegenüber! Über 500 mal vom Menschen produzierte Verbalgülle, die händisch oder mit Maschinen verteilt wird. Ganze fünf Wortmeldungen von Internetbewohnern, die schreiben und rechnen können. WOW! Eine Traumquote für aufmerksamkeitsdefizitäre Therapiegänger.

Zugegeben: Was soll man auf diesen Egotrip hier auch als Reaktion schreiben?
Bauchpinseleien und Lobeshymnen sind nicht zu erwarten.
Dabei gibt es hier nur großartige Anti-Fotografie, hier und da am Rande der Pornografie, zu sehen.
Aber es war schon immer ein Problem: Konsumieren ja, ist ja umsonst und total gratis.
Mehr geht nicht. Visuelle und verbale Prostitution für ein wenig Liebe, vorgetäuscht.

Außerdem: Wer schreibt heute noch Kommentare?

Der Homo digitalis kann nicht schreiben und wenn doch, dann irgendein Stenodeutsch mit integrierter Gedankenerkennungshürde für den Leser. Höfliche Anrede, ganze Sätze, ordentliche Fragen und Antworten sind ja fast Mobbing oder grenzen gar an Stalking. Ja, wir rennen lieber des Denkens befreit mit dem Smartphone rum, lassen unsere aktuelle Position und das Konsumverhalten tracken, bekommen nur positive Nutzererlebnisse ohne Nippel und andere Geschlechtsmerkmale präsentiert, legen jedoch beim schnöden Schreibens eines Eindrucks aller höchsten Wert auf Datenschutz. Das ist Massenverdummung unter Berücksichtigung der höchsten Bequemlichkeit.

Und Verblödung.

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