Ich wünsche uns mehr Mut – Eine Notiz an mich

Danke an die, die wissen wofür.
Danke an die, die es nicht mehr lesen können.
Danke an die, die es nicht lesen wollen.

Das mit dem Mut ist nur so ein Gedanke.
Der Feiertage wegen.
Einfach so und der Neugier wegen: Ich danke dir!

Über eine Idee, die mal kurz geflohen ist

Es war eine spontane Idee: ‚Kann ich über uns schreiben?‘. Als ich ihr das schrieb, hatte ich einen Gedanken im Kopf und bin davon ausgegangen, dass sie erst einmal Zurückhaltung übt oder gar ablehnt. So tat sie es immer. Das stimmt nicht ganz. So tat sie es fast immer muss es korrekt lauten. Vor ein paar Tagen, nach einer kleinen Schmollphase, hatten wir wieder Schreibkontakt. Es ging um ein von ihr gemaltes Bild und meine Meinung. Während ich antwortete, kam dann auch schon eine überarbeitete Version. Beide Varianten gefielen mir, die letztere war den Tick besser.

Sie malt. Ein von ihr gemaltes Bild hängt im Atelier. Ich mag es. Sehr sogar. Liegende Frau, abstrahiert und in rot gehalten. Jedes mal, wenn ich dieses Bild sehe, muss ich an sie denken. An ihren jungen nackten Körper und die langen lockigen Haare. Ich mag lange lockige Haare. Sie stand mir ein paarmal Modell, ich weiß also wovon ich schreibe.

Denke ich an sie, fällt mir unser erstes Aufeinandertreffen ein. Sie gab mir mehr als deutlich zu verstehen, dass ich sie mit meiner Arbeit mehr als langweile. Entsprechend reserviert verliefen weitere Zusammenkünfte. Wohl wegen eines Projekts, an dem sie arbeitete, hielt aber der Kontakt auch während meiner Chemotherapie. Es entspann sich zunehmend ein privater Dialog. Irgendwann kam es auf das Thema Fotografie, Modell stehen und so weiter. Sie gab sich zunächst reserviert. Und eigentlich immer, wenn sich etwas Neues vor ihr aufbaute, gab sie sich zurückhaltend.

Als sie mir nun das überarbeitete Bild zeigte, schlug ich ihr vor eine Webseite mit ihren Arbeiten und wegen meiner auch mit Fotos, die sie als Modell zeigen, einzurichten. Ohne, dass es für sie mit Kosten verbunden ist. Ich rechnete mit Ablehnung. Immerhin muss ich sie als Modell möglichst nicht erkennbar darstellen. Wer aber sie und die Lockenpracht kennt, Eins und Eins addieren kann, der stellt sofort eine fotografische Verbindung zwischen uns her.

Sehr zur eigenen Überraschung griff sie meinen Gedanken auf und fing an in WordPress eine eigene Webseite zu basteln. Was war da los? Viel zu oft höre ich Zweifel, gibt sie sich zurückhaltend. Trotz gemeinsamer Aktivitäten von Gesprächen über Shootings bis hin zu kleineren Shopping-Touren ist immer eine gewisse Distanz da. Nun lese ich in ihrem Blog, was sie über mich schreibt.

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Karma-Punkte sammeln?

Ich bestelle mir eine Palette Farben zum Malen.
Malen?
Naja das, was ich mit meinen aleatoric painting als ‚Malen‘ bezeichne.

Wahrscheinlich habe ich mich beim Kauf von einem Pinselset gratis leiten lassen. Wie sich später zeigt, muss ich es mir mit einem Datenstriptease erkaufen. Im Gegenzug erhalte ich von der Firma Zenacolor zehn Karma-Punkte.

Bitte was bekomme ich?

Ich sammle keine Herzen, Punkte oder sonst was!
Und was sich Karma-Punkte nennt, klingt nach esoterischem Scheiß.
Daran glaube ich schon gar nicht.

Ich verzichte bei Zenacolor darauf weiter meine Daten preiszugeben, verliere damit mein Gratis Pinselset und male dann eben mit meinen billigen China-Kunststoffborsten weiter.

Ein paar Wochen später.
Für eine Bachelorarbeit soll ich in zehn Minuten zehn Fragen beantworten und bekomme dafür zehn Karma-Punkte.
Ich erinnere mich an das versprochene Pinselset und die zehn Karma-Punkte für datentechnische nackig machen. Der Sache muss ich nachgehen. Hat Mark Zuckerberg nach dem Belauschen eurer aller Privatunterhaltungen ein neues Überwachungs- und Beeinflussungsgebiet für positivste Nutzererfahrungen entdeckt?

Was mir der Pate Google zum Thema präsentiert, lässt mich am Menschen, vor allem am Homo digitalis zweifeln. Das mit den Karma-Punkten ist so ein lockerer Spruch, natürlich mit absolut ernstem Hintergrund. Jedenfalls für die die glauben, Atomkraftwerke sind sicher. Statt pöbelnder Facebookproll und freier Kritik am verbalen Rande der Legalität soll Homo digitalis etwas Gutes für andere, insbesondere jedoch für sich tun. Dafür sammelt man virtuelle Karma-Punkte, die das Leben und die Generalabrechnung fortan besser machen.

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Die wundersame Welt des Tyrannen Zuckerberg

Vorab verliere ich jede Zurückhaltung!
Wer keine bösen Worte mag und schon bei einem lauen Furz sich gemobbt fühlt, der denke sich die nachfolgenden Wort weg gepiept:

Diese Schwuchtel Zuckerberg und seine Homohonks von Facebook provozieren mich, was mich total übelst ausfallend werden lässt! Die Bots der Datenkrake schlagen mir willkürlich eine ’neue‘ Internetadresse vor und verweigern mir auf Facbook meinen – neuen – Künstleralias als Seitentitel! Ihr seid amerikanische schlappsinnige Dumpfschwänze!

Ich bemühe mich nunmehr wieder um eine gewisse Sachlichkeit!

Alles begann damit, dass Facebook – wenn ich nicht umgehend reagiere – die von mir angegebene URL ändert. Ich weiss nicht was den Schwarm der Vollpfosten dazu bewegt hat. Vielleicht hat der Milchbubi aus Amerika eine neue Idee seine ‚Mitglieder‘ zu durchleuchten. Oder ihm gefällt nicht, dass ich nur wenige seiner Spiele mitspiele.

Fakt ist: In dieser Facebookseite war die richtige URL der Webseite Lichtbildprophet eingetragen. Was Überwesen Marky und seine Code-Vasallen als ‚URL‘ vorschlug, entbehrt einer menschlichen Grundlage. Auf diese Idee könnten nur volldämlich programmierte Bots kommen!

Ich lehne Facebooks Vorschlag der URL-Änderung ab. Wenn ich schonmal in der Facebook-Welt drin bin, räume ich auf der – bisherigen Lichtbildprophet – Facebookseite etwas auf und passe den Inhalt den neuen Gegebenheiten an. Mein Ansinnen gefällt Mister Facebook überhaupt nicht. Im Schnellverfahren entscheidet ein Programm, dass ich mich nicht ‚ronaldo capybara‘ nennen kann.

HÄ?

Warum geht das nicht? Welch halbwegs normaler Mensch nennt sich – ins Deutsche übertragen – Ronald Wasserschwein?

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Ein Bio-veganer Albtraum

oder: Die Probleme des klimastreikenden Gutmenschen

Irgendwann in der Nacht.
Halbschlaf mit einem menschlichen Durstgefühl.
Ich möchte einen Schluck aus der sogenannten ‚Pfandwertflasche‘ nehmen.
Auf der Verpackung lese ich ‚4 Portionen‘.
Ich möchte das Lebensmittel anders portionieren als vier Portionen.
Eine Portion oder zwei. Vielleicht aber auch acht Portionen.
Ich frage mich: Ist das Lebensmittel in anderen Portionsteilungen noch ein sicheres Lebensmittel?
Ich rufe bei der Serviceline des Herstellers an.
Die Nummer steht auf der Verpackung, die aus 14% nachwachsenden Rohstoffen sowie 35 % wieder verwertetem Kunststoff besteht und zu 100% recyclebar ist.
Das Produkt ist ein Green Brand, vegan und Bio.
Bis auf das Wasser, die Kohlensäure und die natürlichen Aromen.
Sie enthalten keinen Hinweis auf Bio.
Oder vegan.
Aber das Gesamtprodukt ist vegan und Bio.
Ist es auch klimaneutral?
Und wenn ich es anders portioniert im Genuß erlebe, was ändert sich an der Ökobilanz?
Nur die Serviceline versteht meine Fragen nicht.
Vielleicht will sie meine Frage auch nicht verstehen wollen.
Weil das Produkt nicht so Bio und vegan ist, wie auf der 100% recyclebaren Kunststoffverpackung steht.
Ich fühle mich jetzt von dem Hersteller echt gedisst und tierisch verarscht.
Da muss ich gleich in Facebook und Youtube aber richtig Stimmung gegen die Umwelt-, Klima- und Veganleugner machen.
Beim super sicheren Login mit bequemer Zwei-Faktor-Authentisierung springt mein Gehirn an …

Was für ein Albtraum!
Womit sich Leute heute beschäftigen und glauben, damit ein besserer Mensch zu sein.
Das ist Lebenszeitverschwendung.
Selbstbetrug.
Beschäftigungstherapie, die von den eigentlichen Problemen ablenken soll.