Lichtbildprophet’s Prophezeiungen No. 234 – Die prophetische Sonderausgabe

Und es wird einen neuen Gott für euch geben.
Gott Google.
Herrscher über den Homo digitalis, alle Maschinen und Programme!

Emilie Ebner an Ronaldo Capybara: ‚Ersehnst du größere, härtere? Schmiere es 2-mal pro Tag in deinem Penis ein‘

Kann man nicht ein Gel zur Wissenserweiterung und gegen die Massenverdummung erfinden? Ich hätte da einige Leutz auf dem Zettel, denen ich eine Tube schenken würde wollen. Außerdem würde ich mich anbieten, ihnen beim Einmassieren zu helfen. Vielleicht nimmt dann die Blödheit auf der Erde ab und wir besinnen uns darauf, den Kopf nicht nur zum Schaulaufen der Haarpracht zu haben.

Gäbe es das Gel, ich würde zuerst Wikipedia, Facebook und Instagram in die Ewigen Jagdgründe des Internets schicken. Für mich müssten Bäume sterben, damit das Wissen der Menschheit mit Büchern verbreitet wird. Einmal am Tag darf der Homo digitalis für 60 Minuten (= 1 Stunde) sein Smartphone benutzen. Ein Buch ist old school? Wohl wahr, wenn aber der Smombie sein Mund aufmacht und irgendwelche Gutmensch-Parolen raushaut, dann tut der Schlag mit dem Buch mehr weh als dislike mit dem PDF oder so.

In Sachen Blödheitsbewältigung bin ich auch ohne Gel aus der Spam-Mail absolut kampfbereit:

Zitat Anfang
Ersehnst du größere? 3-4 cm mehr, dank des Gels für Penisvergrößerung
Reib es täglich ein und dein Penis wird DICKER + LÄNGER
Schnelle Runde? Massiere dieses Gel ein und wirst du kampfbereit
Kam die Krem für Männlichkeit an: +3-4cm Vergrößerung, schnelle Erektion
Hier a bmelden
STIMULIERE dich: Penisvergrößerungsgel für stärkere und mehr langanhaltende Erektion Lass dein Penis mit dem neuen Gel RIESIG und HART vergrößern Sofortige Erektion, gibt gleich 4cm Vergrößerung: benutze dieses Gel

Zitat Ende

Der Homo Digitalis – Ein Versuch seiner Spezifizierung

Vorwort
Ich bin um eine wikipediamäßig-wissenschaftliche Beschreibung des von mir wortkreierten Homo digitalis (deutsch: Der digitale Gutmensch oder Der vernetzte Gutmensch) gebeten worden. Den Text stelle ich natürlich gerne als open source zur Verfügung, um so für die rasche Verbreitung der wörtlichen Neuschöpfung beizutragen. Dieser Beitrag befindet sich in ständiger Ergänzung und basiert auf einer ersten groben Wesensbeschreibung des neuzeitlichen Menschentypus.

Wesensmerkmale
Er weiß alles und besser, hat immer das letzte Wort.
Er kann alles und noch viel mehr, für ihn ist das Leben nur eine Wiederholung.
Er lehnt jede Regel ab, außer die zum eigenen Vorteil.
Er kennt keine Pflichten außer die Pflichten der anderen ihm gegenüber.
Er hat früher alles anders und besser gemacht.
Er kennt alles schon, für ihn ist nichts neu.
Er redet viel, ohne sich wirklich festzulegen.
Er lässt seinen Worten keine Taten folgen.
Er kennt nur amateurhafte Stümper, Dilettanten, Honks und Arschlöcher.
Er verfasst Brandbriefe und Hetzreden, die er mit ‚Vergesst was ich gesagt habe‘ enden lässt.

B-Symptome
Er ist mit seinem Smartphone verwachsen.
Er glaubt nicht an den Osterhasen oder Weihnachtsmann, dafür aber an Google, Facebook, Instagram, Twitter und die abonnierten Whatsapp-Gruppen.
Er nuckelt – insbesondere am frühen Morgen – intensiv am Thermo-Kaffeebecher.

Unterscheidungsmerkmale zu anderen Menschentypen der digitalen Neuzeit
Im Gegensatz zum ‚Unechten Homo digitalis‘ nutzt der Homo digitalis nie ein Headset oder spricht gar leise. Die Umwelt soll erleben und hören, wie kühl der Homo digitalis als eigentlich perfekte Führernatur in seiner Traumwelt agiert.

Neue Probleme im Leben ohne ein Mobilfunk-Sprachgerät und -vertrag (Drittes Update)

Wie teile ich dieser Welt auf ADHS mit, dass ich in ein paar Tagen kein Smartphone-Vertrag mehr besitze und auch keinen neuen Vertrag abschließen, kein Prepaid-Angebot nutzen oder auf das klassische Festnetz umsatteln werde. Über Wochen, manchmal auch Monate, interessiert sich keine Sau für meiner einer. Da verbraucht das iPhone ausschließlich nur Strom, spielt Mikrowelle und mehr nicht. Wenn dann mal jemand anruft, dann geschieht das zu einer Zeit, wo es für mich gerade absolut unpassend ist. Das brauche ich nicht, erst Recht allein der in meinen Augen unverschämten Schein-Flatrates schon nicht.

Mittlerweile habe ich mich an das Leben mit einem Tablet gewöhnt und reagiere auf Mails oder Datennachrichten schneller als auf einen Anruf. Da wir alle ja so social media sind, genügt eigentlich der Facebook-Messenger. Wer will, der kann mich auch via Apple’s Nachrichten oder – mit großem zeitlichen Verzug – mit dem guten alten Skype erreichen. Ich denke das genügt, um mir mit Belanglosem und überzogenen Selbstdarstellungen auf den Sack und Senkel zu gehen.

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