Männermordendes Toilettenpapier

Deutschland und seine Edel-Experten!

Nach Frau Prof. Dr. Laura Kirschner und ihren aggressiven Papillomen, die sich mit einer sensationellen Nahrungsergänzung niederringen lassen, stoße ich in einem Qualitätsmedium auf die Verlautbarung eines Experten, der der geschundenen Prostata wieder auf die Sprünge helfen möchte. Zugegeben, rechts oben ist vermerkt, dass es sich um eine Anzeige handelt. Doch Hand aufs Herz: Als Teilnehmer am „Jahr der Wahrheit“ sollte ein ach so seriöses Informationsportal auf solche Taler aus dem Reich der Mythen und Legenden verzichten. Zumindest nach meinen überholten Moralvorstellungen. Anders formuliert: Der Gutmensch und seine Welt ist nur deshalb gut, weil er sagt sie sei gut.

Worum geht es?
Um den Harnkomfort.
Was auch immer Harnkomfort ist.

Ich stehe nicht auf Pinkelspiele oder Natursekt-Duschen. Harnkomfort erinnert mich an den Begriff Lebensqualität. Das ist auch so eine scheinheilige Umschreibung für ziemlich viele Abstriche, zum Beispiel nach einer schweren Erkrankung. Ein gewisser Daniel Adrian möchte mich in einem kurzen langen Video darüber aufklären, was meinen Harnkomfort arg übelst beeinträchtigt und mich als Mann und Mensch schädigt. Ich brauche Geduld um aus dem berufenen Mund Daniel Adrian’s zu erfahren, warum Toilettenpapier meinen Harnkomfort bedroht und die Sägepalme mich errettet.

Es sind die …
Achtung lieber Leser, halte dich fest:

Xenoöstrogene!

Da guckst du wie ein Strauß.
Strauße sind wie Menschen: Grosse Augen, kleines Hirn!

Diese Xenoöstrogene sind nicht nur an allem Schuld, sie kommen auch überall vor. Da ist das gefährliche Klopapier nur ein Vorwand, weil die Prostata halt in der Nähe der Rosette liegt. Xenoöstrogene machen den Schwanz kaputt, lassen die Haare ausfallen und machen eben auch Klopapier zum Sondermüll. Doch es gibt die Stechpalme. Damit haben sich schon die Indianer genüßlich einen von der Palme gewedelt und einer gesunden Prostata erfreut. So jedenfalls Daniel Adrian und namentlich nicht genannte Wissenschaftler. Und damit es mir genauso wie den lieben Indianern geht, kann ich mir bei Daniel Adrian Vitalisium Prosta 360 kaufen. 60 Kapseln für nur 69 Euro. Zwei Kapseln soll ich pro Tag mit einem großen Wasserglas einwerfen. Das Zwei Euro-Stück pur heruntergeschluckt bringt vielleicht mehr. Denn lese ich bei den Miesmuscheln von Stiftung Warentest nach, lindert ein Stechpalmen-Präparat die Beschwerden nicht besser als ein Scheinmedikament.

Uff!
Das ist ja jetzt blöd?
Wozu also Daniel Adrian, die bösen Xenoöstrogene und wirkungsfreie Stechpalmen in Pillenform?
Ich sage nur: Jahr zur Wahrheit fängt bei der Werbung an.

Stellvertretend

Gedanken zu einem Lichtbild

Wo soll ich anfangen?

Ich sehe den Abzug in der Schale und denke so bei mir: „Das sind wir!“
Tage später. Es liegen die letzten Abzüge eines Shootings mit zwei Modellen im Wasserbad und da ist wieder so ein Abzug, wo ich mir sage, dass das wir sind. Nur eben von zwei Frauen in Szene gesetzt. Stellvertretend für uns. Dem Alter nach Mutter und Tochter. Wie ist es, wenn Frau und Mann nicht Geliebte und Geliebter, sondern dem Alter nach auch Vater und Tochter sein könnten?

Flapsig habe ich vor Jahrzehnten gesagt, dass die Angetraute mit vierzig Lebensjahren gegen zwei Zwanzigjährige ausgetauscht wird. Irgendwann war mir der Gedanke dann doch zu viel. Jede der beiden möchte ihre Aufmerksamkeit, die der anderen zugebilligt wird. Das wird kompliziert und kompliziert mag ich nicht. Gerade im Leben. Folglich wurde der Gedanke Frauentausch begraben. Doch wenn es im Leben geschieht, was dann? Ich gehe mal lieber von einer jungen Geliebten aus, weil ich befürchte, dass es nicht weniger kompliziert sein würde. Denn wohl möglich sind beide irgendwie liiert und die Liebe zum eigentlichen Lebenspartner vielleicht gar ungebrochen? Ich denke gerade zu viel und plustere vielleicht eine simple Affäre zur Polyamorie auf. Es ist doch vollkommen klar: Ein Geliebter, der der Vater sein kann, da stimmt etwas nicht. Sie hat einen Vaterkomplex. Oder sie hält sich einen Sugardaddy, der sie als Gegenleistung für ihre Dienste materiell aushält. Bliebe für die Allgemeinheit zur Argumentation gegen diese scheinbare Abnormität noch die Midlife-Crisis des älteren Herren.

Auf der Suche nach einer Antwort lese ich, dass junge Frauen nichts von einem älteren Mann haben. Es besteht die grausame Gefahr, dass die junge Frau ihren alten Lebenspartner recht bald pflegen muss. Außerdem wird sie früher Witwe als mit einem annähernd gleichaltrigen Mann. Klingt ungemein logisch und ziemlich egoistisch. In meiner altmodischen Weltanschauung gehe ich einfach mal davon aus, dass ich eine Beziehung – egal mit wem – aus Liebe eingehe.

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Entschuldigung, Geduld und Warten. Bitte! – UPDATE

Vor etwa vier Monaten hat sich Apple das letzte Mal bei mir gemeldet. Stand der Dinge damals: Techniker werden jetzt das Problem analysieren und mein persönlicher Supporter wird mich auf dem Laufenden halten. Das war Ende November. Es folgt Schweigen. Ich muss warten. Da heute alles so sensibel ist und ich wiederum mega einfühlsam sein soll, traue ich mich wochenlang nicht über das unladbare Booklet nachzudenken. Oder bei Apple nachzufragen. Die haben bestimmt gerade ganz andere wichtige Sorgen, wo hingegen mein Problem einfach zu mickrig ist aus der Welt geschafft zu werden. Nur die Musik-App erinnert mich bei jedem Start, dass der Download wieder nicht geklappt hat. Interne Fragerunde: Wann störe ich die intensivste Arbeit der Techniker mit einer unqualifizierten Rückfrage, ob sich das offensichtlich grandiose Problem jemals lösen lässt? Vor ein paar Tagen bin ich mutig, traue ich mich und bequeme den iTunes-Support-Chat. Ich finde sogar in meinen zahllosen Mails die Servicenummer, unter der mein Problem beim Tech-Giganten Apple geführt ist.

Meine erster Chat-Kumpel ist, nachdem ich ihm meine Sorgen inklusive Zitate aus alten Apple-Mails und meiner Ticketnummer geschrieben habe, ziemlich lange busy. Es herrscht solange Schweigen, dass sich der Chat-Bot von selbst einmischt und in regelmäßigen Abständen meine Geduld lobpreist. Irgendwann ist mein Chat-Partner wieder da, um mich zu fragen, ob ich etwas dagegen habe, an einen Vorgesetzten von ihm weitergeleitet zu werden. Dieser, der Vorgesetzte, werde sich dann Meiner annehmen. Ich verneine nicht und bin mit jedem Tun einverstanden, die mir endlich die bezahlte Ware per Download liefert. Darf ich endlich schreiben oder setzt das Apple zu sehr unter Druck?

Der Vorgesetzte ist eine Vorgesetzte. Das ist jetzt nicht negativ gemeint. Ich möchte nur meiner Gendermission im Lichtbildprophet Rechnung tragen und damit zeigen, wie wertvoll Frauen für unsere Gesellschaft und mein popliges Problem sind. Frau Vorgesetzte ist freundlich, entschuldigt sich und versucht den Einstieg mit ein paar Doofi-Fragen. Doofi-Fragen sind zum Beispiel „neuste Updates installiert“ & Co.. Sie hat offensichtlich ein Gespür dafür, dass mich diese Fragen entsprechend Service-Protokoll am Kunden arg reizen. Vorsorglich schildere ich ihr auch gleich, was für witzige Problemlösungen ich auf Anraten anderer kompetenter Unterstützung des Apple-Support sonst noch probiert habe. Nichts hat sich geändert: Datei ist beschädigt und kann nicht geladen werden. So zumindest sagt das die Fehlermeldung.

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Echte Ostereier

Es geschehen Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann. Von „ich habe gedacht“ bis schweigen. Wenn etwas nicht funktioniert, dann doch nur, weil es an der richtigen Kommunikation und dem Informationsgehalt hakt. Oder hackt. Dazu dann noch der anmaßende Aspekt für mich gedacht zu haben. Und so sammeln sich Gedanken, die sich für mich nicht zuordnen lassen. Ich packe meine Gedanken in je ein Osterei und verstecke sie auf einem kurz geschnittenen Golfrasen. Wer ein Osterei mit einem Gedanken findet, der darf es aufmachen und für sich behalten.

Ich tue dem Gutmenschen etwas ganz Gutes und habe eine positive Umschreibung für Menschen mit einer anderen als weißer Hautfarbe gefunden: Ein mit Melaninreichtum gesegneter Mensch.

Weil ich noch so jung an Jahren bin, nehme ich jetzt den Bio-Impfstoff statt meinem Favoriten AstralSenegal. Bio schützt nach Angabe seines Herstellers zu 91% vor Mutanten. Das ist in etwa auch die Erfolgsquote im Kampf gegen Sauron gewesen und es scheint ja funktioniert zu haben.

Rassismus gegen Weiße? So etwas gibt es nicht! Nur der Weiße ist ein potentieller Rassist.

Dieser Frodo kann doch nur jammern, die olle Heulsuse.

Statt der Fels bin ich eher das Steinchen in der Brandung.

Ich habe keine Zeit höflich zu sein.

Zeigt mir was absolut sicher ist. Außer dem Tod ist nichts sicher.

Man meint mit den Schnelltests den Stein der Weisen gefunden zu haben. 60% Zuverlässigkeit ist immerhin bestanden und der Schnelltest war stets bemüht richtig zu testen.

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AstralSenegal – Ein April-Märchen

Das Schreiben um die vergünstigten FFP2-Masken vor Wochen ist kein Irrtum. Das System gespeicherter Gesundheitsdaten hat nachgelegt und mir einen Code für meine Einhorn-Impfung zugeschickt. Mit Paragraphen untermauert Frau Senatorin, warum ich mittels Code zum Impfling werden kann. Sauron* ist auch zu irgendetwas Positivem nutze. Wenn ich will. Oder möchte. Das hängt ganz von mir und meiner freien Meinungsbildung in der dritten Welle ab. Angesichts drohender Super-Mutanten im Mega-Lockdown und als Ex-DDRler mit Impfpflicht-Erfahrung lasse ich mich ohne Diskussion impfen. Ganz selbstverständlich. Wenn ich dabei mit Bill Gates geheimen Steuerungschip verseucht werde, dann ist es eben so. Lieber ferngesteuert als den Erstickungstod erleiden.

Möchte ich die Nummer schnellstmöglich über die Bühne bringen, muss ich auf die – nach Volkes Meinung – Impfstoffe ohne Fehl und Tadel verzichten. Es gibt auf Wochen hinaus keine Termine oder nicht genug Impfstoff. Irgendwie peinlich denke ich. Bei AstralSenegal** sieht es anders aus. Online-Buchung und keine Woche später gibt es den Stich. Das Prozedere der Anmeldung und Terminreservierung ist ein digitaler Hürdenlauf mit dem Internet. Es braucht mehrere Anläufe, weil zum Beispiel Termine plötzlich weg sind. Irgendwann bin ich mit allen erforderlichen Eingaben so schnell, dass kein anderer Impfling in spe mir meine Wunschtermine stiehlt.

Aber warum nur AstralSenegal?

Der ist doch so unzuverlässig wie ein Schnelltest, hat viele Nebenwirkungen und und und. Die WHO sagt ja, die EMA auch. Das deutsche Gutmenschtum hat seine eigene Meinung. Das rampuniert das Ansehen, schädigt den Ruf eines Konkurrenten. Der schlechte Ruf zieht mich magisch an!

Ich, Mann und ein hammerharter Targelsparzan, stehe auf Dinge mit Bad Boy-Charakter. Frage ich zehn Wissende, ich bekomme dreizehn Meinungen zu hören. Nun, ich tue es allein der Aufmerksamkeit wegen. Mit AstralSenegal in meinem Körper verimpft werde ich mitleidvoll angeguckt, bekomme Anteilnahme für meine schlechte Impfstoff-Wahl und werde maßlos bedauert. Oder einfach nur für total bescheuert gehalten. Ausserdem bin ich auf das Einhorn scharf, dass den AstralSenegal-Impflingen wachsen soll. Das habe ich gehört, von den Wissenden.

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