051_2021

Ungeduld

Ungeduld
Nr. 3513
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2020 Ronald Puhle

Ich kenne keinen Moment ohne meine Ungeduld.

049_2021

Staub

Staub
Nr. 3487
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2020 Ronald Puhle

Eine Parallelwelt, liegt sie uns genau gegenüber? Wenn ja, dann müsste ich sie doch sehen?

017_2021

Wenig Rest übrig

Wenig Rest übrig
Nr. 3488
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2020 Ronald Puhle

Weniger denken, mehr leben.

006_2021

Schutzfolie für Modell Mensch mit Gebärfunktion

Schutzfolie für Modell Mensch mit Gebärfunktion
Nr. 3525
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2020 Ronald Puhle

Egal wie ich versuche das Ereignis in Worte zu fassen, es endet immer sprachlos im Kopfschütteln.

Mit dem kannst du das machen

Vor einer Woche trudelt in der Nacht eine Anfrage in dem Stil ein, ob ich ein Motiv auf vier Abzügen habe oder darf ein Bild viermal reproduziert werden? Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, ich vertraue dem anfragenden Gegenüber. Auf die Frage, um welche Arbeit es sich handelt, bekomme zur Antwort, dass man sich noch nicht entschieden hat. Der gestrige Abend und es kommt die Nachricht, dass man eine schöne Nachricht für mich hat. Schön hasse ich gerade. Alles ist schön, wenn damit etwas Negatives verdeckt werden will.

Da das Telefonieren gerade nicht funktioniert, folgt eine Sprachnachricht. Kurz gefasst: In zwei Tagen Vernissage, acht Arbeiten von mir, man erwartet nicht dass ich acht Abzüge anfertige, wir nehmen was da ist und kopieren einfach. Vor einer Woche war von Reproduktion die Rede, morgen soll kopiert werden?! Ich fühle mich gerade wie ein Notnagel, weil auf die Schnelle nichts anderes greifbar ist. Warum war es vor einer Woche nicht möglich eine Entscheidung zu treffen? Sich festzulegen? Ich hätte bis heute Abzüge machen können, auch wenn es nach der Arbeit gewesen wäre. Ich verweigere mich dem Ansinnen und mache auf Künstler mit Bock. Besonders des Kopierens wegen.

Entscheidungen fällen. Mensch, was hast du für Probleme damit. Treffe ich dann die Entscheidung, ist das was ich mache auch nicht in Ordnung. Stattdessen soll ich mit auf Dauer unhaltbaren Scheinkompromissen leben müssen.

Am Sonntag überlege ich, meine Internetaktivitäten neu zu sortieren. Dabei möchte ich meine Pflege-Webseite aussortieren. Also kontaktiere ich den Besitzer und teile ihm meine Absicht mit. Helle Aufregung und ob ich keine Lust mehr habe sie zu pflegen. Also die Webseite. Kein Problem, mache ich ja, ist nur doof die Inhalte mir selbst zusammenzusammeln, weil keiner mir etwas sagt. Aber ich habe wenigstens brav die jährlich Domaingebühren bezahlt. Die Reaktion, absolut typisch: Man hat mich versucht zu kontaktieren, meine neue Nummer, man konnte mich nicht erreichen und und und. Moment! Als es mit dem Kontaktformular angeblich klemmte wusste er genau, wo und wie ich zu finden bin. Und eigentlich war es auch kein Fehler, nur eine Frage der falschen App-Bedienung. Aber egal. Wenn keine echten Probleme vorliegen, dann bin ich nicht auffindbar. Meine Mobilfunknummer ist nicht im Kontakt meiner beliebten Webseite oder für Freunde im Fratzenbuch sichtbar. Ein Argumentation die zeigt, welche Wertschätzung man mir entgegen bringt. Ich mache die Arbeit und dann ist gut.

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