
Improvisation 0815
Nr. 3635
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2021 Makkerrony
Hingabe mangelhaft.
die tägliche dosis bild – garantiert menschgemacht

Improvisation 0815
Nr. 3635
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2021 Makkerrony
Hingabe mangelhaft.

Linienfolger
Nr. 3665
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2021 Makkerrony
… und mit einem Mal stellt sie fest, dass sie nackt ist.
Lieber Nutzer!
Ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll.
Aber, es muss raus: Schande über mich!
Die oberste Instanz der Moralapostel hat von mir eine Arbeit mit dem Bann belegt.
Dieser ekelhafte Schund und Schmutz zügellosester Erotik darf nicht in der sauberen Gemeinschaft der Poser und Blender gezeigt werden. Bisher hat sich das ’neue‘, das moralisch saubere tumblr als der Sittenwächter des Internets entpuppt und überall dort Brustwarzen und Schamlippen gesehen, die ich nicht sah.
Nun haben die Vasallen Mark Zuckerberg’s zugeschlagen und einen Post wegen des Verstoßes der Gemeinschaftsrichtlinien entfernt. Die Entscheidung hat natürlich kein Mensch getroffen.
Es war eine Maschine, ein Programm.
Und gegen diese Entscheidung kann ich nicht vorgehen.
Ich bin der fehlenden Fantasie, einem schnöden Algorithmus eines Automaten ausgeliefert.
Nun könnte ich wie ein Rohrspatz auf die schwulen Ex-Auswanderer schimpfen, die arme Indianer abgemurkst haben und überhaupt nur Unfrieden über unsere Erde bringen. Das wird nichts ändern, weil es den schießwütigen Ami’s einfach an Gehirnwindungen fehlt. Eine halbe Windung weniger und sie würden mit den Hühner auf dem Bio-Hof die Körner picken. Vielleicht hat man auf Grundlage der letzten Amokläufe in den USA den weiblichen Bauchnabel als potentielle Gefährdungsquelle ausgemacht? Das würde das hammerharte Vorgehen der Zuckerberg-Moralkriegerprogrammierer natürlich erklären und dennoch kein Verständnis bei mir hervorrufen. Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen.
Ich denke weiter: Heute entscheiden Maschinen, was das positive Nutzererlebnis einer moralisch instabilen Nation (und damit der gesamten Interneterde) trübt und was nicht. Es wird kein Jahrzehnt dauern, da tragen wir statt dem Perso in der Tasche einen Chip unter der Haut und Maschinen entscheiden, ob es für das Nutzererlebnis des gehirnweichen Homo digitalis einen Sinn macht, dass der behinderte, kranke oder emotional schwächelnde Mensch überhaupt weiterleben darf. Vielleicht ist es besser ihn zu einer bunten Mischung Soylent zu verarbeiten. Das hat für den lebenswerten und moralisch korrekten Smombie einen echten Nutzen.
‚… Jahr 2022 … die überleben wollen‘ lässt grüßen!
Ach so … hier ist das subversive und von Instagram bemäkelte NegaPos-Machwerk:

Wie stellt sich mir die Situation dar: Heute zerreißen in der Bucht die Power-Händler sinnvolle Kamera-Sets, um möglichst viel Geld abzuschöpfen. In der Folge werden zum Beispiel Großformat-Kameras vom Objektiv befreit, notwendige Filmkassetten und Stative einzeln vertickt. Brächte eine solche Kombi als Sett vielleicht 600 Euro auf die Geldwaage, kann im Einzelkauf das Ganze an die 1000 Glocken bringen. Ich, der dumme Käufer, muss mir nur alles zusammensuchen und tätige vielleicht sogar einen Fehlkauf. Ohnehin finde ich die Preis für Kameras ab dem 9 x 12 cm-Format für unanständig hoch. Selbst die größten Klapperkisten, mistig und rostig vom Staub der Jahrzehnte, sollen gar defekt dem Händler 100 Euro und mehr bringen. In Auktionen braucht man sich bei den Professionellen nicht zu versuchen: Scheingebote treiben die Kaufsumme künstlich in die Regionen der heutigen Fabelpreise.
Erschwerend hinzu kommt, dass das Filmmaterial größer dem Rollfilm immer dünner und unanständig teuer wird. Positivpapier? Was hier preislich abgeht spottet jeder Beschreibung. Platten selber machen? Eine Idee, die finde ich aber nicht so toll. Da kommt die Bequemlichkeit und der Semiperfektionist in mir durch: Die Aufzeichnung der Bilder soll – mal abgesehen von der Kameracharakteristik – gut sein. Die Imperfektion bringt das Material, das Ausbelichten darauf und/oder die Spielereien beim Entwickeln.

Ihn liebte sie
Nr. 1880
Unikat: 18 x 24 cm Hadernpapier
(c) 2019 Makkerrony
So so: Greta Thunberg wurde also gemobbt.
Das wundert mich überhaupt nicht.
Mir fehlt noch die sexuelle Belästigung, dann ist die ganze Bandbreite der medial abschöpfbaren Aufmerksamkeit ausgenutzt.
Gratulation.