Positivabzüge mit Brenzcatechin und Pyrogallol

Zurück zu den Anfängen der Fotografie: Vor Hydrochinon war Pyrogallol Fotograf’s Liebling. In der antiquarischen Literatur lese ich überwiegend vom Einsatz bei der Negativentwicklung, ich gehe aber davon aus, dass man Pyrogallol auch für Silbergelatine-Positive verwendet hat. Es kommt dem – damaligen – Trend der Farbigkeit von Abzügen zugute. Pyrogallol ein ein paar unangenehme Eigenschaften, dazu zählt seine Giftigkeit.

Der sensible Fotograf und Umweltschoner hat damit natürlich ein Problem, setzt sich in seinen Diesel und vergast die Umwelt lieber mit Feinstaub. Deshalb rückte irgendwann Brenzcatechin in den Vordergrund (heute in Moersch Tanol enthalten), wer seine Negative ‚beizen‘ möchte.

Genau auf dieses Beizen der Gelatine habe ich es am Anfang abgesehen. Die Versuche mit Tanol zeigten jedoch, dass sich über das Wechselspiel Belichtung – Entwicklung Farbigkeit erzeugen lässt, OHNE dass die Emulsion des Papiers seine Trägerfarbe verliert. Meine Gedanken und bisherigen Ergebnisse zu dem Thema lassen sich hier nachlesen.

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Moersch Tanol für’s Papierbild

Ich habe bereits über Pyrogallol, dem Ex-Liebling der Fotografen und Dunkelkammerakrobaten, philosophiert und mir als ‚Ersatz‘ ein paar kleine Fläschchen Moersch Tanol zugelegt. Dieser Negativentwickler basiert auf Brenzkatechin, was die potentielle Gesundheitsgefährdung des krebsgeprüften Lichtbildpoet’s nicht wirklich verringert. Aber – vorerst – egal.

Erste Proben mit einigen Fundstücken verliefen in meinen Augen suboptimal. Also verordne ich mir ein paar Wochen Tanol-Ruhe und grüble in mir nach. Während der Zeit bearbeite ich überlagerte Glasplatten-Negative und komme das erste Mal mit der fotografischen Dickschichttechnik in Berührung. In dem Moment macht es KLICK im Kopf: Ich muss Tanol für meine Abzüge kräftiger ansetzen:

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275_2018

Ab Hang Auf

Ab Hang Auf
Nr. 1580
Unikat: Bei Kaufinteresse Größe und Medium bitte erfragen
(c) 2018 Ronald Puhle a.k.a. Lichtbildprophet

Ich bin eine missglückte Lebensplanung, habe mich dahin entwickelt.