Neues Fotografisches Rezept – Nummer 14: Die Kreativtechnik Cyanotypie

Im Rahmen des Fotografischen Frühschoppen des Offenen Atelier in Berlin – Marzahn ist ein neues Rezept entstanden, dass häufig gestellte Fragen zur Cyanotypie beantwortet. Es liegt als PDF auch in der entsprechenden Rubrik bereit.

Der Fotografische Frühschoppen ist eine Gemeinschaft fotografisch Interessierter Marzahner/Innen, die sich am zweiten Sonntag des Monats im Offenen Atelier treffen. Diese Gruppe und ihre Vorgänger besteht seit 2014 und konnte bereits in Gruppenausstellungen ihr Können beweisen. In ihren Fotografischen Rezepten sind Fragen zusammengetragen, die oft gestellt und deshalb online jederzeit abrufbar sind.

Mit Pinsel und Selen

Wer so ‚dämlich‘ ist und ohne Computer und Photoshop-Abo Lichtbilder zu Papier bringt, der kommt nicht am Selentoner vorbei. So jedenfalls die weitläufige Meinung der Halbwissenden. Beim Studium des Altmeister Eder bin ich nicht auf den Selen-Okultismus gestoßen, wie er heute praktiziert wird. Zugegeben, das Schwarz im Lichtbild gewinnt in Selen an Dichte und ein Lichtbild nach dem Selentoner-Bad offenbart gebleicht ein herrlich braunes Farbstoffbild. Im normal prozessierten Abzug, wie es heute die Meister mahnen, legt Selen maximal einen auberginefarbenen Unterton nach. Für mehr ist das Schwarz einfach zu dicht. Und zu mehr habe ich es im handgemachten Lichtbild unter Selen auch nicht gebracht, bisher jedenfalls.

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