097_2019

Letzter Stein - Mein Sein

Letzter Stein – Mein Sein
Nr. 1864
Unikat: Fotoemulsion auf Keramikkachel, 17 x 17 cm,
(c) 2019 Ronald Puhle a.k.a. Lichtbildprophet

Abgerechnet wird immer erst am Ende eines Lebensabschnittes.
Nicht selten begegnet mir dann in dem Moment die Dankbarkeit, durch meine Beharrlichkeit einen wissenschaftlich denkenden Menschen gefördert zu haben.

Pyramidion

Schlusstein!
Der Stein ganz oben, der letzte Stein.
Offensichtlich ist ein oder das Ende erreicht?

Entgegen der ‚Tradition‘ sind einige meiner BetrachtSteine vorderseitig signiert und ich lese auf ‚Erde, Himmel, Licht‚ das Jahr 2014. Seiner Realisierung gingen Monate des Grübelns voraus. Noch heute kann ich mich gut daran erinnern, wie ich im Hochsommer in der Villa Schaf saß, die Sofortbilder zerlegte und auf diese Kacheln zog, die eigentlich als ‚Müll‘ in der Entsorgung landen sollten. Doch ihre matte Oberfläche schienen mir wie für den Emulsionslift gemacht. Für den Primer griff ich kurzerhand auf Holzleim zurück. Fertig war die Laube! Durch die Villa Schaf und ihre Massen an ausgemusterten Holz traf ich auf Claire von Frameworks. Sie faßte die drei BetrachtSteine. Noch heute bin ich von dieser Arbeit angetan, die seit 2016 einen neuen Besitzer hat.

Kürzlich wühlte ich in meiner Asservatenkammer und mir fiel die letzte, noch nicht benutzte Kachel in die Hände. Die Villa Schaf ist seit ein paar Jahren auch Geschichte, nach der großen Auf- und Ausräumaktion wurde sie abgegeben. Hin und wieder mag ich das Gärtnern, aber eine Laube sanieren und das Land nach den gestrengen Regeln des Kleingartengesetzes bewirtschaften ist nicht mein Ding. Seit dem Vertreiben des Hodgkin Lymphom fehlt mir ohnehin die Kraft und Ausdauer, den Blümchen und Karotten beim Wachsen zuzusehen. Es ist also mit keinem Nachschub an derangierten keramischen Trägern mit mattierter Oberfläche zu rechnen.

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Polaroid Originals auf Glas liften?

Während der Arbeiten an meinen BetrachtSteinen entstand in mir die Idee, Glas statt Kacheln oder Fliesen als Träger zu verwenden. Wie gehabt arbeitete ich beim ersten Versuch mit handelsüblichen Bastelkleber als Haftvermittler. Das Liften und Aufziehen der Emulsion war eigentlich kein Problem, nur stand nach dem Trocknen die Emulsionsschicht so unter Spannung, dass das Bild riss und sich – ärgerlicherweise – vom Glas löste. Ich spielte mit dem Gedanken Milchglas als Träger zu verwenden. Oder zwei Scheiben zu verwenden, wobei eine Scheibe den Emulsionslift abdeckt. Auf glatten Hochglanzfliesen funktionierte der Emulsionslift auch nicht. Mit dem Ende der ‚Villa Schaf‘, dem fehlenden Upcycling-Material und meiner dazwischen gekommenen Krebstherapie war der Emulsionslift auf Glas erst einmal ad acta gelegt.

Durch die Arbeiten an der aktuellen Gruppenausstellung des Fotografischen Frühschoppen kam das Thema Emulsionslift wieder hoch. In unserem erlauchten Kreis wurde sogar versucht Glas zu verwenden, leider mit demselben frustrierenden Ergebnis. Leider? Ich müsste sagen zum Glück, denn damit wurde dieser Weg als so nicht gangbar bestätigt. Im großen Pool des Halbwissens Internet gibt es ein paar Lösungen, Influencer-like ohne konkrete Beschreibung oder mit reißerischer Headline, die sich im Text als Windei entpuppt. Eine Variante zeigt zum Beispiel Acrylglas als Träger, welches nicht mit (Fenster-)Glas zu vergleichen ist. Andere reale(?) Emulsionslifte auf Glas machen keine Angaben zur Haltbarkeit nach dem Trocknen. Im Wust der pseudowissenschaftlichen Maker-Legenden taucht dann auch noch der Fujifilm FP 100c auf, der nun überhaupt nicht mit dem ‚the impossible project/Polaroid Originals‘ vergleichbar ist.

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297_2017

Erotische Stille

Erotische Stille
Nr. 0034
Unikat: Bei Kaufinteresse Größe und Medium bitte erfragen
(c) 2014 Lichtbildprophet

RTL = Übelst-TV
SAT 1 = Empört-Fernsehen

291_2017

Stein Sand Gelage

Stein Sand Gelage
Nr. 0032
Unikat: Bei Kaufinteresse Größe und Medium bitte erfragen
(c) 2014 Lichtbildprophet

Und da waren die Sprachfaschisten,
die den Abend ruhig ‚ausklinken‘ lassen wollen.