Dicke Backen, heiße Luft um einen lauen Furz

Ich bin mal wieder kurz in Facebook unterwegs, schauen wer Geburtstag hat um zu gratulieren. Mehr nicht. Da ich zwar „Freunde“ dort pflege, aber die Abonnements grundsätzlich ablehne, ist meine Zeitleiste gähnend leer. Facebook jammert an der Stelle ziemlich rum und möchte mir Menschen unterjubeln, die ich angeblich kenne. Doch ich habe mit mir einfach genug selbst zu tun und muss mir nicht das Gepose oder Gejammere der Anderen anhören.

Des Weiteren bemängeln Mark, seine Bots und Mikrojobber, dass ich zu wenig in den „Lichtbildprophet“ und „Ronaldo Capybara“-Seiten poste. Lieber Mark, bei mir dreht sich vieles um am ganzen Körper barfüßige Menschen weiblichen Geschlechts. Darf ich das so sagen ohne sexistisch und triebgesteuert zu gelten? Egal. Lieber Mark, ist ein Busenblitzer oder Nippelflitzer zu sehen, belegst du mich mit so drakonisch-lächerlichen Strafen wie Postingverbot. Und damit mir die Sache so richtig unangenehm ist, bekomme ich wochenlang bei jedem Besuch mein „Fehlverhalten“ auf gelben Grund angezeigt.

Heute zaubert Facebook das Sahnehäubchen auf die Unnütz-Torte des Zuckerberg-Bouquets: Ich kann Corona-Hilfen beantragen! Wirtschaftshilfen für Kleinunternehmen. Zu Beginn des Shutdowns hat sich Facebook aufgedrängelt, in der ach so schwierigen Zeit für mich den Kontakt zu meinen Kunden zu halten. Mich erinnert diese schmierige Machart an BILD Online, RTL & Co.: In Worte werden dicke Backen gemacht und mir DIE Lösung suggeriert. Nachdem ich Zeit für allerlei nutzloses Halbwissen geopfert habe, entpuppt sich die vermeidliche Offenbarung als echtes Windei. So eben auch bei Facebook und der großen Hilfe für nichtexistente kleinste Kleinunternehmen für mich: Die Weiterleitung zum Bundesministerium für Wirtschaft und Energie!

Danke Mark für deine gönnerhafte Hilfe, aber nicht umsonst heisst es Volksmund DBDDHKP – „Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen“!

Ich bin ehrlich gesagt froh, dass Facebook, Google, Apple & Co. zwar so tun, als ob sie die Welt beherrschen. Sie begehen aber einen entscheidenen Fehler: Sie wollen die Macht zum Nulltarif und greifen deshalb auf Maschinen und ihre dummen Programme zurück. Die Kreativität des Menschen ist bei denen nicht gefragt, da sie ihn nur als Sklaven und geldwertes Etwas sehen. Mit etwas mehr Interesse und Liebe zum Detail würde es gelingen herauszufinden, was mich gerade wirklich bewegt. Ich brauche keine Wirtschaftshilfe für ein Kleinunternehmen, weil es weder ein Kleinunternehmen noch ein hilfsbedürftiges Kleinunternehmen gibt. Ich bin ein kleiner Angestellter und Möchtegern-Hobbykünstler, der im Home Office und seinem Atelier versucht über die verrückte „Neuartige Corona-COVID19-Virus“-Zeit zu kommen ohne selbst unter die Räder zu geraten.

Zitat Facebook Anfang
Ronaldo Capybara
Wirtschaftshilfe für Kleinunternehmen
Möglicherweise sind aufgrund der Coronavirus (COVID-19)-Pandemie Wirtschaftshilfen verfügbar.

Übersicht über Online-Kreditgeber
Beantrage online einen Kredit.

Corona-Hilfen

In dieser Krisensituation sind möglicherweise Kredite für Unternehmen verfügbar.

Zur Website (Anmerkung der Redaktion: Link zum Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Übersicht
Erfahre mehr über die Programme.
Was ist das?
Es wurden neue Nothilfeprogramme für Unternehmen geschaffen, die dabei helfen sollen, wirtschaftliche Schwierigkeiten in der aktuellen Situation zu überbrücken.
Wie kann ich sie beantragen?
Sieh dir an welche Programme es in Deutschland gibt. Hier kannst du dich informieren und bewerben.

Zitat Facebook Ende

Angriff der Papillomen

Krampfhaft ringe ich mit Worten, um meinen geliebten Blog mit halbwegs sinnvollem Inhalt zu füllen. Im Moment habe ich das innere Gefühl unter Beobachtung zu stehen. Das schränkt mein lockeres Schreibwerk ziemlich ein. Jedes Wort will von mir überlegt werden. Und während ich den mir aus den Fingern gesaugten Text des lieben Friedens Willen lösche, laufen mir Papillome und Detoxic (Webseite als PDF ansehen) über den Weg. Doch Vorsicht wer dem Link folgen tut! Die dort gezeigten Bilder sind so ekelerregend grausam, dass sie mit einem grafisch sicheren 18+ Schutzschild gesichert sind. Wer da rauf klickt, der ist selber Schuld. Wirklich!

Nein, ich starte mit dem Lichtbildprophet nicht in ein medizinisches Zeitalter. Dieser Beitrag ist auch keine irgendwie geartete Werbung. Es geht um eine megatierisch ernstes Gesundheitsthema, zumindest wenn man sein Gehirn nicht einschaltet: Eine Werbung leitet mich auf eine Webseite, auf der Frau Prof. Dr. Laura Kirschner erklärt, dass ich eventuell aufgefressen werde:

Zitat Anfang
Wenn Sie Papillomen am Hals, in den Achseln oder an anderen Stellen haben, werden Sie von Parasiten aufgefressen!
Zitat Ende

Na, Angst bekommen? OK, Frau Prof. Dr. Laura Kirschner legt noch eine Schippe nach:

Zitat Anfang
Wenn eine Person Papillome auf ihrer Haut hat, bedeutet dies, dass sich Kolonien tödlicher Parasiten in ihren inneren Organen angesiedelt haben und ihr Fleisch langsam auffressen.
Zitat Ende

Jetzt muss selbst der kühlste Corona-Leugner vor Angst bibbern. Was sind schon Drosten, Kekulé und Co. gegenüber Frau Prof. Dr. Laura Kirschner und ihren Papillomen. Scheiß auf Pandemie, Abstand und Kontaktbeschränkung. Wer erinnert sich nicht an die Papillomen-Impfung aus Kindertagen mit der extragroßen Pferdespritze.

Zitat Anfang
Der Statistik zufolge sind mehr als 1 Milliarde Menschen mit Parasiten infiziert. Der genaueste Weg, um eine Infektion zu diagnostizieren, ist der Papillome-Ausschlag.
Zitat Ende

Diese schonungslose wie sinnfreie Aussage hätte ich mir am Anfang des Shutdowns gewünscht. Aber nein, man erfindet ein neuartiges Corona-Covid-19 – Virus in mikroskopisch kleiner Mikrogröße und schickt es in Aerosole um die Welt, um schutzbedürftige alte Menschen umzubringen. Da sind die strunzgefährlichen Papillome ganz anders. Gefährliche Papillome kann ich erkennen, halb und ganz ganz blinde Menschen sogar ertasten! Heute scheint vergessen, dass ich wegen dem unsichtbaren wie neuartigen Corona-COVID-19 – Virus noch immer kontaktbeschränkt und auf Abstand leben muss. Der Feind, und sei es die kleinste Bazille, muss seh- und ertastbar sein, damit er als Bedrohung wahrgenommen ist.

Doch wer ist diese Frau Prof. Dr. Laura Kirschner? Ist sie überhaupt echt oder ein trumpscher Fake? Laut überzeugender Selbstauskunft ist sie eine echte Konifere, ähm sorry Koryphäe:

Zitat Anfang
Professorin des wissenschaftlichen Forschungsinstituts für medizinische Parasitologie und Tropenmedizin. Mehr als 20 wissenschaftliche Arbeiten zur molekularen Parasitologie. Befasst sich mit Verträgen zur molekularen Diagnostik der Leishmaniose.
Erfahrung: mehr als 15 Jahre

Zitat Ende

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132_2020

Prototyp der wahren Alltagsmaske

Prototyp der wahren Alltagsmaske
Nr. 2631
Unikat: Kunstobjekt, ca. 17 x 21 cm
(c) 2020 Makkerrony

Über Risiken und Nebenwirkungen der Blödheit hätten die Erzeugereinheiten ihre Brut aufklären müssen!

Jetzt werden bei DHL Zahlen und Buchstaben knapp!

In den schweren Schock-Krisenzeiten um den neuartigen Corona-COVID-19 das Virus hat Deutschlands Warensendungslogistiker Nummer Eins zu tun wie an Weihnachten. Vielleicht ist bereits Weihnachten, halt vorverlegt, und keiner hat es mitbekommen? Es ist so viel los, dass Amazon seinen Versand priorisiert. Was das bedeutet, hat die Redaktion des weltbekannten Lichtbildprophet hinlänglich und exklusiv thematisiert. Leider fand diese TOP-Story nicht das erhoffte Echo in den Qualitätsmedien. Immer auf der Suche nach der Enthüllungsstory am Rande der waschechten Fake-News ist die Redaktion auf eine neue, brandheiße und mega-schockierende Enthüllung gestoßen:

DHL muss soviel ausliefern, dass dem Megapaketwerfer die Buchstaben und Zahlen ausgehen!

Die Monster-Mega-Krachergeschichte erzählt unser Super-Redakteur Ronaldo live aus seinem Homeoffice in seinem Betonpalast:

Alles begann so: Ein völlig gestresster DHL-Zustellungsmanager packt in meine PackStation des Vertrauens neben drei meiner Warensendungen eine weitere für eine mir völlig unbekannte Person. Das stelle ich allerdings erst heimgekehrt im Betonpalast fest. Ich erwarte noch andere Warensendungen und seit der Priorisierung durch Amazon bin ich übelst in ein Organisationstief gefallen.

Als ehrlicher Bürger und semi-braver Ausgangseingeschränkter kontaktiere ich Amazon elektronisch. Das ist auch nicht so einfach, hat doch Jeff Bezos seine Kundenabwehr gut im Dschungel der Webseite eingegraben. Letztlich trotze ich der heimtückischen Tarntaktik und starte Chat. Ich schildere mein Problem, der Service-Agent entschuldigt sich, dass ich meine Ware nicht bekommen habe … Moment, ich habe zu viel Ware und möchte einmal an Amazon zurückgeben. Weil ehrlich. Mein kleiner lauter Nachbar würde das bestimmt nicht tun. Nach seiner Philosophie muss man heute bescheissen, weil das ist so.

Ich bekomme Retourzettel, darf ihn ausdrucken und die Fehlzustellung zur Packstation bringen. Mit dem Prozedere habe ich bereits Erfahrung. DHL überrascht mich nicht zum ersten Mal mit einem Extrapaket ausser der Reihe. Die Arbeit der Retour habe immer ich, bisher jedenfalls. Um zu sehen, dass die Fehlzustellung auch wirklich beim Empfänger landet, lasse ich mir den Einlieferungsbeleg per Mail zuschicken. Außerdem erscheint der Rückläufer in der DHL Paket-App. In der geschieht die nächsten Tage nichts. Bis heute geschieht nichts, weshalb ich den Verfolgungslink in der Mail benutzen tue.

Was ich da sehe, ich fühle mich an die 50 Jahre alte fehlende Synchronisation bei WordPress erinnert: Der DHL-Theorie und Logistik-Logik nach ist die Sendung seit dem 30. 04. 2019 unterwegs. Bin ich Teil eines genial ausgeklügelten Zeitsprungs? Hat mir ein Modell beim Shooting KO-Tropfen in den Brennnesseltee getan, um mich gefügig zu machen und ich wache nach einem Jahr Koma-Tiefschlaf total ausgelutscht auf? Gehört das zur Klimarettungsstrategie des Unternehmens oder hat DHL wirklich so viel um die Ohren und das eigene Gesäß, dass alte abgelaufene Tracking ID’s recycelt werden müssen? Auch wenn ich die Antwort nicht weiß, so vermute ich der besseren Schlagzeile wegen einfach mal Letztgenanntes! Hier der Beweis, verbunden mit dem freundlichen Hinweis, man lese die Chronik bitte von unten nach oben:

Dauer unterwegs

Und da ist noch ein Sache: Ich rede nicht über den armen Baum, der für den Ausdruck des Retourscheins sterben musste. Ich rede nicht von der Ozon- und Feinstaubbelastung durch den Laserdrucker neben mir. Ich rede nicht vom Paketklebeband, Klebstift und die Wanderung zur PackStation. Ich rede nicht über die Lebenszeitverschwendung, weil da jemand einen klitzekleinen Fehler gemacht hat und ich irgendwann mal wieder zu einer PackStation latschen muss, weil der Herr DHL-Beförderungsingenieur keinen Bock hat meine Lieblings-PackStation anzufahren. Ich rede einen kleinen elektronischen Dank, ein persönlicher Held des Alltags von Amazon und DHL.

Zicke WordPress

Gerade flattert der Hilferuf rein, dass meine heutigen Beiträge nicht in wordpress.com-Reader erscheinen.

Sabotage! Ich werde gemobbt, terroristisch angegriffen. Wie soll ich ein berühmter, reicher und megasexy Influencer werden, wenn ich in der Ausübung meiner scheinberuflichen Tätigkeit so behindert werde?

Oder liegt es an meiner Aufdeckung der Urheberschaft an der mittlerweile sehr erfolgreichen Alltagsmaske? Hat ein WordPress-Bot diese Information als Fake eingestuft, an Donald Trump gepetzt und der wiederum hat den weltbekannten Ronaldo Capybara auf Lebenszeit aus den USA verbannt? Selbst das Google ist ratlos und schmucke Youtube-Videos finde ich auch nicht zu dem Thema.

Ich meine die Lösung des Problems gefunden zu haben: Das Internet war noch gar nicht geboren, ich ein Jüngling von 7 Jahren und habe damals zum letzten Mal meinen genialen Lichtbildprophet-Fundstücke-Mausmaler-Makkerony-Muschitoaster-Blog synchronisiert. Mir fehlt total die Erinnerung, was und warum ich synchronisiert habe. Aber es war so bedeutend, dass WordPress heute einen mittelschweren Bock zu schieben scheint. Ich kann nur Sorry sagen, liebes WordPress! Wenigstens bin ich noch Inhaber meiner glorreichen Webseite. Danke!

50 Jahre ohne Synchronisation