Das Moment der Einfachheit

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu:

Medien an.

Nenne mir alle natürlichen Zahlen, die mit sich selbst addiert und mit sich selbst multipliziert dasselbe Ergebnis liefern.

Ich komme auf eine einzige Zahl. 
In der heutigen Zeit bin ich mir hundertprozentig sicher, dass es genug Genies gibt, die noch mehr finden werden.
Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung, bei meiner Überzeugung:
Es gibt nur eine Zahl und sie lautet Zwei (2).

2 + 2 = 2 * 2

Und weil es nur diese eine Zahl gibt auf der langen Achse der natürlichen Zahlen, nenne ich sie
Das Moment der Einfachheit.

Bei dieser Fragestellung geht es nicht um Zahlen.
Es geht um die Frage, was Plus und Mal mathematisch bedeuten.
Nur das muss verstanden werden und danach kann es nur eine Lösung geben.
Keine Diskussion, kein Langes mit Stäbchen rechnen, Google suchen oder so.
Eine kurz und bündige Antwort: Zwei.

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Spekulierblase

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu:

Medien an.

Spekuliereisen.
Nasenfahrrad.
Brille auf.
Pornobrille.

Mich belustigt es Fahrgäste zu beobachten, die ihre Münzen am Gehäuse des Fahrkartenautomat reiben, nur weil die Kiste die Annahme der Münzen verweigert hat. Ich halte das Ritual für völlig unsinnig. Neulich wollte ich ein paar Banknoten am Automat einzahlen. Der verweigerte die Annahme eines nagelneuen 300 Euro Scheins. Also nahm ich den Schein und rieb ihn am Gehäuse des Geldautomaten. Was soll ich sagen: Das Reiben hilft. Wirklich.

Gefühl und Verstand – Naturfotografie.
187 Euro.
Bringt mir einen Eimer, ich möchte kotzen.
Ökologisch, kunststofffrei und alles in Handarbeit.
Schmuckbox mit Prägung.
Pistole für Kopfschuss inneliegend.
Gefühlsduselei.
Etikettenschwindel.
Arschessen.
„Das Vermächtnis der Wanderhure“ klingt nach „Das Tagebuch einer Influencerin“.
Fick dich reich.
Was immer reich bedeutet.
Meet me gratis?
Mich beruhigt ungemein, dass Klimakleber wissen, was Körperverletzung ist.
Wie sieht es mit Nötigung und Vandalismus aus?
Es sind Spinner und keine Aktivisten.
Verkrachte Existenzen und Teilzeitretter.

Wenn die EU wirklich so freiheitlich und offen ist, wie sie vorgibt, dann muss sie akzeptieren, dass nicht jeder Mitgliedsstaat der sogenannten LGBTQ-Bewegung Privilegien und Sonderrechte einräumt, die sie über die Mehrheit der Bevölkerung eines Landes und der europäischen Gemeinschaft stellt.

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Falsche Momente

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu:

Medien an.

Bahnhof.
Mir könnten die Gedanken ausgehen.
Statt viele kleine Bücher kaufe ich nur noch wenige große Bücher.
Beschreibung.

Wir hatten kein Wir, denn als wir freudig über Mazedonien hinausgingen, waren wir gekommen, alles Fleisch der Drangsal.

Freude, die dein Herr dann empfangen hat.
Das Ziel der multipolaren Welt, aus einer bipolaren Störung heraus.
Mensch kann maximal nur bis Zwei zählen.
Ja, nein.
0, 1.
Nazi, Gutmensch.
Rechts, linksgrün.
Mann, Frau.
Putinknecht trägt Möpse.
Aufwachen.
„Der Westen“ ist Europa, ein Appendix vermiformis der USA.
Wurtfortsatz.
Anhängsel.
Linksgrüner Populismus.
Wärme aus der Wärmepumpe ist nur von der Erde geliehen.
Welche Pflanzerde brauchen Luftwurzeln?

Deutsche Post meint, Postcode Lotterie-Werbung ist schädlich für mich und stellt mir diese unnützige Dialogpost – eigentlich in der Deutsche Post DHL-App angekündigt – erst gar nicht zu. Ich fühle mich arg entmündigt.

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Heilig männlich Ding

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu:

Medien an.

Ich war die Sexsklavin des perversen Sektengurus.
Mit seinem heiligen Samen wollte er die Welt retten.
Ein Job für Bambi.
Rattenhochburg Hellersdorf.
Mach dir dein Bild.
Camera.
Camerawoman.
Qualitätsmedien, die die Welt nie brauchte.
KL?
Künstliche Logik statt Intelligenz?
Bilder aus Worte?
Hype, hype, hype.
Mensch, die faule Sau.
Es geht nur noch im extraordinären Wort.
Ihr versteht es sonst nicht.
Bilder aus Worte ist weder logisch noch intelligent.

Du willst mir was von Lord Gender und einer neuen, gerechteren Sprache erzählen? Lies „LTI (Lingua Tertii Imperii) – Notizbuch eines Philologe“ und danach können wir uns gerne weiter unterhalten, du elitärer Weltenverbesserer.

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Sieben

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu:

Medien an.

Gedanken an einen Jahrestag.
Es kam der Tag und alles anders.

Bald ist es sieben Jahre her, dass ich eine Chemotherapie beginnen musste. Wollte. Ich hätte nicht gemusst. Sterben hätte ich dann irgendwann zeitnah müssen, denn ein Hodgkinlymphom verläuft tödlich. Lymphdrüsenkrebs, Codename Sauron. Er war mit einem Mal da. Dicke Dinger im Hals. Eigentlich ging es mir ziemlich gut. Ich fühlte mich nicht krank. Anfang 2016 ging dann alles relativ schnell, auch wenn der Start holprig war. Wo überall Ärzte fehlen ist es schwer Gehör zu finden. Egal wie krank und nichtkrank Mensch ist.

Mir wird nachgesagt kreativ zu sein. Ich bin es nicht. Wenige Stunden vor Beginn der Chemo erhielt ich mein Aufklärungsgespräch. Hier und da habe ich mich im Rahmen des Lichtbildprophet über die Unterhaltung ausgelassen. Damals fiel das Wort Lebensqualität, was ich seitdem hasse. Es war mir von Anfang an unsympathisch: Mensch versucht damit zu verdecken, was nicht so schön ist. Letztendlich ging es in diesem Gespräch auch darum, ob ich Samenzellen einfrieren lassen möchte. Eine Konsequenz aus der Chemotherapie kann die Unfruchtbarkeit sein. Zum damaligen Punkt war meine Familienplanung abgeschlossen. Vier Kinder, alle mittlerweile erwachsen, sind eigentlich genug. Mich von meiner Frau zu trennen, eine neue Lebenspartnerin zu finden und sogar noch ein Kind zu zeugen, der Gedanke kam mir nicht in den Sinn. Mir fehlte es an der Fantasie, dass diese Veränderungen durchaus Wirklichkeit werden könnten.



Heute, fast sieben Jahre später, haben sich einige Dinge geändert. Wohl auch aus dem Grund heraus, dass mit und nach einer Chemotherapie nichts mehr so wie vorher ist. Ich sage nur LEBENSQUALITÄT. Mir fehlen an der Stelle die Worte, mir fehlt die Fanatsie, dieses Loch zu beschreiben. Aber ich lebe. Am Ende dieser Veränderungen folgte eine Trennung und es gab einen Neubeginn. Und es gibt diesen Wunsch, wofür es mir vor sieben Jahre an der nötigen Fantasie fehlte.


Pausenbild.
Damals wars.
Geschichten aus dem alten TV.
Wo Fernsehen noch etwas Besonderes war.
Los Fotzos.

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