Das treibt mir die Tränen in die Augen

Zugegeben, es ist Sommerloch und da gehen den Schreiberlingen der Qualitätsmedien nicht nur temperaturbedingt die Themen aus. Unsere Mutti Frau Kanzlerin wurde seit Wochen nicht mehr gesichtet, die SPD scheint es noch zu geben und Sahra Wagenknecht macht auf Macron. Da ist Luft in den Spalten und genügend Platz für eine andere Sarah, die vor einem ganzganz bösen und gemeinen Mietnomaden warnt!

Die letztgenannte Sarah hat im vorherigen Jahr geheiratet und wollte, sich auf nur neun Monate andauernde Flitterwochen befindend, ihre schmucke Eigentumswohnung nicht allein und unbeaufsichtigt lassen. Also hat sie nebst Gemahl einen Kurzzeitmieter und zahlenden Wohnungswart gesucht. Angesichts der aktuellen Wohnungsknappheit natürlich wohl auch schnell gefunden. Für läppische 1400 Euro pro Monat durfte der Gefundene (angeblich Betäbungsspezialist mit Kostenübernahmegarantie seines Arbeitgebers) die Wohnung benutzen. So zumindest die Vereinbarung. Doch Kaution und Mietzahlungen blieben – wie blöd auch – aus.

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Skizzenbuch – Das Erste und weg

Als kunstinteressiertes Überwesen weiß man, dass sich der Bildschaffende mittels Skizzen einem Werk genähert hat. Heute, im Husch-Wisch – Zeitalter der flinken Finger und kostenlosen Apps, hat man solch antiquierte Arbeitsweise nicht nötig. Das geht mit ein paar Fingertipps, noch zwei volle Silikon-Möpse zeigen, viel Filter, noch mehr Farbe und schon kriegen sich die Solosex-Praktiker nicht mehr ein. Was will ich da mit einem Skizzenbuch? Auch noch als semi-berufener Lichtbildner?

Notizen machen!

Für den Quatsch nutze ich mein Tablet. Da tippe ich hinein, was ich gleich eben wieder vergessen könnte. Vorausgesetzt, ich vergesse es nicht mir etwas Wichtiges zu notieren oder mir in der Hektik einer Dunkelkammerschlacht die Zeit fehlt, mir eine Notiz zu machen. Oder ich bin einfach zu faul zum Notizen.

Durch die Spielerei in der Dunkelkammer entstehen Abzüge, die erst noch aufgewertet werden müssen. Oder sie, die Abzüge, müssen noch eine Weile liegen, damit ich eine Beziehung dazu aufbauen kann. Manchmal fällt mir auch nichts ein, was ich mit dem temporären Schrott oder Abfall noch anstellen könnte. Im Laufe der letzten Jahre habe ich es mir angewöhnt, den Zwischenschritt-Bildern als auch mir persönlich Zeit zu geben. Das war nach der Chemo-Therapie schwer, stand ich doch unter dem Eindruck, womöglich nur noch wenig Zeit zu haben. Entsprechend verkrampft und kompliziert war meine Rückkehr in die kreative Rolle.

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Es ist ein … Lichtbildprophet!

Alles begann mit einer Raupe
Marvin, depressiver Roboter aus einem scheinlustigen Science Fiction Film. Oder würde man heute eher Fantasy-Komödie sagen? Egal. Mit einem entliehenen Nachnamen begann in einer Phase der Unsicherheit über die eigene Zukunft 2016 die Mausmalerei 4.0. Vielleicht wird der/das Blog ein Bord des Nachrufs auf Jemand, der sich seit Jahren Künstlerische abstrampelt, es aber nie auf einen grünen Zweig mit seiner Kunst geschafft hat. So wuchs parallel zur Chemotherapie Lichtbildprophet heran, wurde größer und vorlaut. Denn alles was die Masse bejubelt und im Kern doch einfach nur langweilig ist, all das wurde zur persönlichen Haßkappe.

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Ich bin dann mal im Urlaub!

Ich gebe mir Erholung von euren winzig Mücken, den aufgeblasenee Elefanten.
Ich nehme mir Urlaub vom geheuchelten Interesse, dein Drama und euer Höhepunkt im Schweigen.
Ich habe ja so wenig Zeit, bin voll im Stress, da brauche ich erst einmal Urlaub.

Virale Pflege meiner erbetenen Aufmerksamkeit, ich fordere hiermit deinen Neid.
Ich berichte dir, ungeniert ungefragt, wo ich schon wieder war und bin.
Du natürlich nicht, denn das hast du nun davon!

Bei Anruf Kundenrückgewinnung – UPDATE

Ich halte eisern an meinem Ziel fest, mich zumindest in Sachen Telefonie von der Mobilfunkmobilität zu verabschieden. Wenn ich mein iPhone SE einmal im Monat nutze, dann ist es schon viel. Werde ich angerufen, auch circa einmal im Monat, dann geschieht es zur bestunmöglichsten Zeit. Ich führe nicht das hyperaktive Leben derer, die immer und überall erreichbar sein wollen. Für mich ist ‚Sprachgestützte digitale Mobilität‘ keine erstrebenswerte Lebensqualität. Es gibt nichts in meinem Leben, was sofort und gleich, egal ob Tag oder Nacht, geklärt werden muss. Das höchste Gefühl der elektronischen Kommunikation sind Messenger-Dienste oder die klassische E-Mail.

Um mich nicht als Ewiggestriger abgestempelt zu werden: Ich bestehe nicht auf Brief oder Postkarte, nutze Fax überhaupt nicht, Rauchzeichen aber auch nicht!

Folgerichtig ist mein Mobilfunkvertrag gekündigt. Begründung: Reine Geldvernichtung!

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