… dann wische ich noch einmal schnell durch

Das Jahr geht dem Ende zu.
Man hört es.
OK, der Satz ist verallgemeinert. Verallgemeinern ist Megaangesagt, entbindet es eine eigene Sichtweise und Meinung zu haben.
Ich höre es!
Laut Qualitätsmedien hat die Mehrheit etwas gegen Böllern und spricht sich deshalb für ein Verbot aus. Mich freut es, dass nach dem Meinungsforschungsinstitut YouGov 57% der hiesigen Bürger dieser Meinung sind. Etwas mehr als ein Drittel des ‚Volkes‘ sind Radautüten bestehen auf Lärmverschmutzung und Feinstaub. Den Krawallbrüdern und -schwestern gehört ein Böller im Arsch gezündet, eine Rakete in der Hand explodiert, ein Jahr persönliches Bashing durch Greta Thunberg und als erstes in der Klimakatastrophe die Atemluft genommen.
Draußen ballern die Idioten. Es ging schon vor Weihnachten los. So als sei Krieg in Marzahn.
Das mit dem Böllerverbot geht schon in Ordnung. Doch da gibt es noch die tagtägliche Licht- und Lärmverschmutzung.
Berlin kommt nicht mehr zur Ruhe. Es ist immer hell, irgendwo ist immer ein Wummern und Dröhnen.

„… dann wische ich noch einmal schnell durch“ weiterlesen

Ich wünsche uns mehr Mut – Eine Notiz an mich

Danke an die, die wissen wofür.
Danke an die, die es nicht mehr lesen können.
Danke an die, die es nicht lesen wollen.

Das mit dem Mut ist nur so ein Gedanke.
Der Feiertage wegen.
Einfach so und der Neugier wegen: Ich danke dir!

Karma-Punkte sammeln?

Ich bestelle mir eine Palette Farben zum Malen.
Malen?
Naja das, was ich mit meinen aleatoric painting als ‚Malen‘ bezeichne.

Wahrscheinlich habe ich mich beim Kauf von einem Pinselset gratis leiten lassen. Wie sich später zeigt, muss ich es mir mit einem Datenstriptease erkaufen. Im Gegenzug erhalte ich von der Firma Zenacolor zehn Karma-Punkte.

Bitte was bekomme ich?

Ich sammle keine Herzen, Punkte oder sonst was!
Und was sich Karma-Punkte nennt, klingt nach esoterischem Scheiß.
Daran glaube ich schon gar nicht.

Ich verzichte bei Zenacolor darauf weiter meine Daten preiszugeben, verliere damit mein Gratis Pinselset und male dann eben mit meinen billigen China-Kunststoffborsten weiter.

Ein paar Wochen später.
Für eine Bachelorarbeit soll ich in zehn Minuten zehn Fragen beantworten und bekomme dafür zehn Karma-Punkte.
Ich erinnere mich an das versprochene Pinselset und die zehn Karma-Punkte für datentechnische nackig machen. Der Sache muss ich nachgehen. Hat Mark Zuckerberg nach dem Belauschen eurer aller Privatunterhaltungen ein neues Überwachungs- und Beeinflussungsgebiet für positivste Nutzererfahrungen entdeckt?

Was mir der Pate Google zum Thema präsentiert, lässt mich am Menschen, vor allem am Homo digitalis zweifeln. Das mit den Karma-Punkten ist so ein lockerer Spruch, natürlich mit absolut ernstem Hintergrund. Jedenfalls für die die glauben, Atomkraftwerke sind sicher. Statt pöbelnder Facebookproll und freier Kritik am verbalen Rande der Legalität soll Homo digitalis etwas Gutes für andere, insbesondere jedoch für sich tun. Dafür sammelt man virtuelle Karma-Punkte, die das Leben und die Generalabrechnung fortan besser machen.

„Karma-Punkte sammeln?“ weiterlesen

Die wundersame Welt des Tyrannen Zuckerberg

Vorab verliere ich jede Zurückhaltung!
Wer keine bösen Worte mag und schon bei einem lauen Furz sich gemobbt fühlt, der denke sich die nachfolgenden Wort weg gepiept:

Diese Schwuchtel Zuckerberg und seine Homohonks von Facebook provozieren mich, was mich total übelst ausfallend werden lässt! Die Bots der Datenkrake schlagen mir willkürlich eine ’neue‘ Internetadresse vor und verweigern mir auf Facbook meinen – neuen – Künstleralias als Seitentitel! Ihr seid amerikanische schlappsinnige Dumpfschwänze!

Ich bemühe mich nunmehr wieder um eine gewisse Sachlichkeit!

Alles begann damit, dass Facebook – wenn ich nicht umgehend reagiere – die von mir angegebene URL ändert. Ich weiss nicht was den Schwarm der Vollpfosten dazu bewegt hat. Vielleicht hat der Milchbubi aus Amerika eine neue Idee seine ‚Mitglieder‘ zu durchleuchten. Oder ihm gefällt nicht, dass ich nur wenige seiner Spiele mitspiele.

Fakt ist: In dieser Facebookseite war die richtige URL der Webseite Lichtbildprophet eingetragen. Was Überwesen Marky und seine Code-Vasallen als ‚URL‘ vorschlug, entbehrt einer menschlichen Grundlage. Auf diese Idee könnten nur volldämlich programmierte Bots kommen!

Ich lehne Facebooks Vorschlag der URL-Änderung ab. Wenn ich schonmal in der Facebook-Welt drin bin, räume ich auf der – bisherigen Lichtbildprophet – Facebookseite etwas auf und passe den Inhalt den neuen Gegebenheiten an. Mein Ansinnen gefällt Mister Facebook überhaupt nicht. Im Schnellverfahren entscheidet ein Programm, dass ich mich nicht ‚ronaldo capybara‘ nennen kann.

HÄ?

Warum geht das nicht? Welch halbwegs normaler Mensch nennt sich – ins Deutsche übertragen – Ronald Wasserschwein?

„Die wundersame Welt des Tyrannen Zuckerberg“ weiterlesen

Alles muss raus – Ausgabe 2019

Offensichtlich mache ich mir mehr Gedanken als Bilder. Und so ist mein Notizblock voll. Alles muss raus, heute Gedanken aus 2019:

Die GdP sieht ein Böller-Verbot in Berlin kritisch.
5000 Euro Strafe für den, der trotz Verbot böllert und 500 Euro Belohnung für den, der Lärmverschmutzer anzeigt.
Nichts daran ist kritisch, Strafe muss nur endlich wieder Strafe sein!

Nachhaltiger als mit Böller und Raketen können wir unsere Umwelt mit Lärm und Feinstaub nicht verschmutzen. Weiter so ihr Gutmenschen, denen euch das – noch – egal ist!

Warum soll ich euch zuhören?
Warum soll ich euch antworten?
Warum schweigt ihr und zeigt euch nur dann, wird Aufmerksamkeit gesucht?
Nun denn, nunmehr schweige ich euch an!

Hab heute eine Klugscheisser-Definition zum Bild und Fotografie gelesen: Das Bild auf Film und in der Dunkelkammer zum Gegenstand gemacht ist eine Fotografie. Die digitale Fotografie liefert dagegen ein Bild. Solch scheinintellektuellen Schwachsinn propagiert noch nicht einmal Wikipedia.

Auf Fragen gebe ich Antwort.
Aber es fragt keiner.
Alle wissen es besser.

Miese iPhone-Verkäufe im Weihnachtsgeschäft – Apple senkt die Prognose. Nun, bei den aufgerufenen Preisen quillt die Geldgier Apple förmlich aus den Augen.

Antje Kapek fordert ein Böllerverbot innerhalb des inneren S-Bahnrings Berlin. Jetzt lass mich raten, wo die Dame wohnt. Käme sie von außerhalb des Rings, würde sie ihre Initiative auf ganz Berlin ausweiten.

Ein Traummann ist 1,90 Meter groß, durchtrainiert und hat einen durchdringenden Blick! So sehen jedenfalls die Qualitätsmedien-Fantasien um ein ‚echtes Schnittchen’ aus.

Wer heute Querdenker und Rebell sein will, tut dies nur der Pflege der eigenen Unwissenheit und Bequemlichkeit wegen. Alles andere ist doch viel zu aufwändig und anstrengend.

Viele Bilder sind mir zu sehr verkopft. Es sind zu viele Gedanken an die Technik gedacht, an das viele Geld, dass der moderne Fotograf zahlen will.

Mein Fotografischer Depressionismus hat nichts mit der Lieblingsbeschäftigung des Neuzeitmenschen, dem regelmäßigen seelischen Tiefgang bei mangelnder Aufmerksamkeit, zu tun.

Heute hat jeder seine Wahrheit.

An eurer Ideologie stört mich, dass sie keine Veränderung kennt.

Die Faszination besteht allein darin zu nehmen und nichts geben zu wollen.

In der Ära der Bequemlichkeit, Präzision und unendlichen Ablenkung sehnte ich mich nach Ruhe, Imperfektion und sich mühen. So fand ich die Idee des Fotografischen Depressionismus.

Willkommen im Zeitalter des vielen Wollens und nichts Könnens.

Aufstehen allein genügt nicht. Ich kann auch im Stehen alles tot quatschen.

MUSCHI: Erst macht ‚Zerdo‘ auf kühlen Abzocker, dann scheißt er sich in die Hose und erklärt von wegen alles bezahlt und so. Was für ein Spacko!

Sarah Kuttner muss keine Freunde oder so haben. Sie beschäftigt sich auf ihrer Erbse lieber mit dem Beugen von Verben und geht zum Lachen in den Keller. Das hat was von knochiger Jungfer.

Das Gestern glorifiziert, das Heute bejammert und um die Zukunft Angst gemacht.

Escape Room? Ich käme nicht auf die Idee ein ‚Fluchtspiel‘ als Freizeitbeschäftigung anzubieten.

„Alles muss raus – Ausgabe 2019“ weiterlesen