Gedanken zur Hygiene

Die Qualitätsmedien zerren und zotteln solange an einem Thema herum, bis alle Welt meint, dass es wirklich Relevanz besitzt und Entscheidungsträger sich genötigt fühlen, nach dem Willen des wahrheitsverpflichteten Gutmensch-Jounalismus zu entscheiden. Meinungsmache als Fertiggericht: Alu-Deckel ab und rein in die Mikrowelle. Da bleiben kritische Betrachtungen und andere Meinungen wie das Selberkochen oder eine „Hygiene-Demo“ auf der Strecke. Es wird eher beiläufig über das geschrieben, was der besorgte Bessermensch als krude und abwegig bezeichnet. Corona-Spinner eben!

Moment, das Schema kenne ich doch. Alles was meinungsmäßig nicht auf der Linie einer angenommenen politischen Mitte liegt ist rechts, ein böser Nazi. Die politische Landschaft befindet sich derzeit in einer komatösen Schockstarre und es scheint nur noch eine Partei mit ihrer Schwesterpartei zu geben. Mag sein, dass die vorgetragenen Gedanken demonstrierender Menschen in einer Zeit der Kontaktbeschränkung für den gut informierten Wutbürger absurd erscheinen, doch beide Seiten haben das gleiche Recht gehört zu werden. Im Moment kann niemand sagen, wer Recht hat und wer nicht. Zuviel ändert sich jeden Tag, werden neue Erkenntnisse laut und bisherige Meinungen obsolet. Für mich haben beide Seiten einfach nur Angst und sie äußern sie in ihrer jeweiligen Ideologie.

Diese ganz Krise hat mir gezeigt, wie schnell sich ein System, dass sich vor dem Tag X, genannt „Shutdown“, als zutiefst demokratisch und offen gibt, seine Werte grob fahrlässig über den Haufen wirft. Ich habe Zweifel, dass die in der Corona-Krise einmal gewährten Sonderrechte am Ende vollständig zurückgenommen werden. Nach 9/11 nahm man sich, nur zu unserer Sicherheit versteht sich, Dinge heraus, die ein Jahrzehnt davor Grund genug waren, uneinnehmbare Stasi-Burgen zu stürmen. Der Mensch gewöhnt sich, wohl wegen seiner geliebten Bequemlichkeit wegen, zu schnell an alles und vergißt, wie es vor den dringend zu ergreifenden Maßnahmen war. In dem Punkt ist der Vergleich zur NS-Zeit erlaubt: Die spätere Machtergreifung fusst auf einer freien Wahl! Das macht mir Angst.

Fünf zu Fünfhundert und viel viel mehr

Als ich mich trotz DSGVO-Knebelung entschied, dem Besucher die Möglichkeit der Meinungsgeigung (vormals bekannt als Kommentar) wieder einzuräumen, da war mir klar, dass wohl eher Bots und unterbezahlte SEO-Vollhonks ihren Rödelrotz hier absetzen werden. Dem zu erwartenden Schlotz musste ich einen, besser sogar zwei Riegel vorschieben. Und so beschützt mich eine Anti-Werbung-Biene als auch eine simple mathematische Herausforderung davor, Zeitverschwendung mit absoluten Sinnlosigkeiten zu betreiben. Da das Jahr nun mehr als offensichtlich dem Ende zu rast und frontal am 31. Dezember enden wird, ist es Zeit Bilanz in Sachen Kommunikation zwischen Webseiten-Halbgott Ronaldo ‚Lichtbildprophet‘ Capybara und dem Pöbel dem Mob den lieben Besuchern zu ziehen:

Den fünf Wortmeldungen durch mir absolut unbekannte Besucher, auf die ich zweimal geantwortet habe, stehen über 500 maschinen-abgewiesene Einträge gegenüber! Über 500 mal vom Menschen produzierte Verbalgülle, die händisch oder mit Maschinen verteilt wird. Ganze fünf Wortmeldungen von Internetbewohnern, die schreiben und rechnen können. WOW! Eine Traumquote für aufmerksamkeitsdefizitäre Therapiegänger.

Zugegeben: Was soll man auf diesen Egotrip hier auch als Reaktion schreiben?
Bauchpinseleien und Lobeshymnen sind nicht zu erwarten.
Dabei gibt es hier nur großartige Anti-Fotografie, hier und da am Rande der Pornografie, zu sehen.
Aber es war schon immer ein Problem: Konsumieren ja, ist ja umsonst und total gratis.
Mehr geht nicht. Visuelle und verbale Prostitution für ein wenig Liebe, vorgetäuscht.

Außerdem: Wer schreibt heute noch Kommentare?

Der Homo digitalis kann nicht schreiben und wenn doch, dann irgendein Stenodeutsch mit integrierter Gedankenerkennungshürde für den Leser. Höfliche Anrede, ganze Sätze, ordentliche Fragen und Antworten sind ja fast Mobbing oder grenzen gar an Stalking. Ja, wir rennen lieber des Denkens befreit mit dem Smartphone rum, lassen unsere aktuelle Position und das Konsumverhalten tracken, bekommen nur positive Nutzererlebnisse ohne Nippel und andere Geschlechtsmerkmale präsentiert, legen jedoch beim schnöden Schreibens eines Eindrucks aller höchsten Wert auf Datenschutz. Das ist Massenverdummung unter Berücksichtigung der höchsten Bequemlichkeit.

Und Verblödung.

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Die wundersame Welt des Tyrannen Zuckerberg

Vorab verliere ich jede Zurückhaltung!
Wer keine bösen Worte mag und schon bei einem lauen Furz sich gemobbt fühlt, der denke sich die nachfolgenden Wort weg gepiept:

Diese Schwuchtel Zuckerberg und seine Homohonks von Facebook provozieren mich, was mich total übelst ausfallend werden lässt! Die Bots der Datenkrake schlagen mir willkürlich eine ’neue‘ Internetadresse vor und verweigern mir auf Facbook meinen – neuen – Künstleralias als Seitentitel! Ihr seid amerikanische schlappsinnige Dumpfschwänze!

Ich bemühe mich nunmehr wieder um eine gewisse Sachlichkeit!

Alles begann damit, dass Facebook – wenn ich nicht umgehend reagiere – die von mir angegebene URL ändert. Ich weiss nicht was den Schwarm der Vollpfosten dazu bewegt hat. Vielleicht hat der Milchbubi aus Amerika eine neue Idee seine ‚Mitglieder‘ zu durchleuchten. Oder ihm gefällt nicht, dass ich nur wenige seiner Spiele mitspiele.

Fakt ist: In dieser Facebookseite war die richtige URL der Webseite Lichtbildprophet eingetragen. Was Überwesen Marky und seine Code-Vasallen als ‚URL‘ vorschlug, entbehrt einer menschlichen Grundlage. Auf diese Idee könnten nur volldämlich programmierte Bots kommen!

Ich lehne Facebooks Vorschlag der URL-Änderung ab. Wenn ich schonmal in der Facebook-Welt drin bin, räume ich auf der – bisherigen Lichtbildprophet – Facebookseite etwas auf und passe den Inhalt den neuen Gegebenheiten an. Mein Ansinnen gefällt Mister Facebook überhaupt nicht. Im Schnellverfahren entscheidet ein Programm, dass ich mich nicht ‚ronaldo capybara‘ nennen kann.

HÄ?

Warum geht das nicht? Welch halbwegs normaler Mensch nennt sich – ins Deutsche übertragen – Ronald Wasserschwein?

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