Ein Mensch, viel zuviel Mensch

Ich streiche die Mehrzahl von Mensch.
Jedes Sandkorn zählt.
Jedem sein persönlicher Mittelpunkt.
Endlos Mensch, die dich bejubeln.
Lobpreiset den Furz, selbst wenn er nicht übel riecht.
Mehr Überschwang für Nichts und noch weniger.
Mein Fokus auf mich.
Hat Mensch im Dauerlockdown verlernt sich zu benehmen?
Rüpel.
Berufsrüpel.
Muss ich die angeblichen Heilsbringer kennen?
Instagram priorisiert Benachrichtigungen für mich.
Was erlauben sich Zuckerberg?
Kann ich auch mit einer geklauten Karre Pfando vertrauen?
Ich habe keine Bett1-Matratze und ich kenne niemand, der eine Bett1-Matratze hat.
Werbung.
TV-Spot.
Spott.
Lüge.
Falsche Annahme.
Irreführend.

Ich lebe und ich bin für jeden Tag mehr dankbar. Alles andere als das Mehr ist zweitrangig. Mir fallen spontan drei Mensch ein, die nicht hätten gehen wollen. Sie mussten. Ohne Ausrede, ohne Diskussion, kompromisslos und ungegendert. Ich kann mich nicht mehr über Nebensächlichkeiten freuen. Ich freue mich über jeden neuen Tag. Mit dir.

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Exothermes Chaos

Taste schmecken.
Ich muss los.
Zahnfee.
Haargelschaden.
Lautlos Lüfteraus.
Ein Rauschfrei.
Optimale Erfahrung.
Verbale Geschmacksverstärker.
Erinnerung an das Paradies.
Wie weggezaubert.
Erstmalig einzeln.
Zeig mir wie es geht.
Platz für’s Business.
Gratismentalität.
Spätrömische Dekadenz.
Vollversorgerstaat.
Ohne irgendeine soziale Verantwortung.
Volle Taschen noch voller gemacht.
Liberal.
Nein Danke.
Der Vergleich, was und wie andere machen, hinkt.
Und er stinkt.

Dieses Harrys Rasierklingen-Abo ist auch mehr lautes Tamtam statt eine signifikante Ersparnis.

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Gedacht vom Mond bis zur Wandtapete

Unkraut gehört biologisch nachhaltig bekämpft?
Was für ein Naturverständnis.
Unkräuter sind weder wild noch zu bekämpfen.
Wie soll es weitergehen?
Einfach stehen bleiben.
Märtyrer.
Mehrtürer.
Illegale Schnapsbrenner.

Moonshiners ist auch so eine scheinrealistische TV-Sendung, die nichts anderes als pure Lebenszeit- und Energieverschwendung ist.

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Beobachtungsstatus

Junges Selfiemodell fühlt sich von Verehrern, die sich nicht zu benehmen wissen, verfolgt.
Eine unangenehme Situation, doch wozu gibt es Blockierfunktionen, wenn das Modell diese Perverslinge nicht öffentlich machen möchte?
Lieber wechselt das Modell zu OnlyFans, wo sie unzensiert und ungeschnitten ihre Arbeiten zeigt. Gegen Geld, versteht sich.
Eine unangenehme Situation, diese digitale Prostitution und die Perverslinge wird sie damit erst Recht nicht los. Im Gegenteil, sie züchtet neue heran.

Gedacht von der Wand bis zur Tapete.
Unlogisch und inkonsequent.
Kündigung.
Amazon Prime.
Ich stimme mit meinem Kaufverhalten ab.
Ich möchte auch einmal mein Gehalt ganz unanständig und nach meinem Gusto erhöhen dürfen.
Grenzenlose Gier.

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Geschlechtszugehörigkeit

Was ist mit all dem Leid? Wo ist es hin?
Auf der Suche nach den anderen Lomos.
Das Recht zu nerven.
Die Pflicht zu schweigen.

Ich möchte es bei meinem Geknipse nicht perfekt, eher unsauber, und möglichst einfach haben.

Wiederholung.
Urknall.
Adam und Eva.

Zwei Kameras erfüllen für mich zur Zeit dieses Ziel: Die „echte“ Lomo LC-A und die Nikon F70. Letztgenannte kommt eigentlich nur im Atelier zum Einsatz. Draußen laufe ich lieber mit der Lomo LC-A herum. Die beiden Holzkameras laufen außer Konkurrenz und Mittelformat habe ich innerlich für tot erklärt.

Leer? Dann weg.
Noch ein Abfragefenster.
Rollei 35.
Lomo LC-Wide.
Syndrom der latenten Überforderung.
Ein Satz und ich weiß nicht, wovon die Rede ist.

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