Degradiert

Sorry, aber ich komm da nicht mehr mit.

Mittlerweile habe ich es zur Kenntnis genommen, dass der Homo digitalis all den Unsinn glaubt, dem ihn das Internet zur Bestätigung seiner Meinung auftischt. Was dann noch bei Google ganz oben steht, das kann nur wahr und wahrer sein! Anders geht das doch gar nicht, sonst würde es ja nicht ganz oben auf dem Suchpodest stehen. Dem Irrglauben folgend, ist der Lichtbildprophet ein übermenschlicher Guru, der den Tag und die Nacht in seinem Atelier verbringt, die heißesten Bräute flach legt, scheiße Bilder macht und tierisch viel Blödsinn verbal absondert. Auf die Idee, es handelt sich nur um das wort- und bildgewaltige Blendwerk eines Normalo-Werktätigen, der die Wochenenden in sein Fablab flüchtet, auf die Idee kommt der bildungsbenachteiligte Internetnutzer natürlich nicht.

Ich werde angetwittert, ob ich nicht Sextoys testen und ‚positive Bewertungen‘ schreiben möchte.
Sextoys?
Ich!

Wie kommt der-, die- oder dasjenige dazu gerade mich anzusprechen? Wegen der barfüßigen Modelle, die ich ablichten darf? Es wäre nahe liegend, glaubt man Volkes Meinung, dass ein Fotoshooting mit erotischen Inhalten die pure Sexorgie ist, sich Fotograf und Model mehrfach im Laufe einer Fotosession wild verpaaren. Ich hege keinen Zweifel, dass einige Spitzenkönner ein erotisches Fotoshooting zum standesgemäßen Einreiten des Models missbrauchen, meiner Einer gehört aus Prinzip nicht dazu. Folglich werde ich die zu testenden und positiv zu bewertenden Erwachsenenspielzeuge weder privat noch bei einer Fotosession intensivst ausprobieren. Und der/die/das Spinner von Twitter wird blockiert. Ruhe ist.

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Die Macht des DHL Paketboten

Nicht Darth Vader wird in ferner Zukunft der Untergang unserer Welt sein. Die DHL Flotte und ihre allmächtigen gelbroten Boten werden uns den Garaus machen. Das sehe ich mit meinem prophetischen Auge so kommen, ganz sicher! Denn garantiert einmal im Monat hat DHL einfach keine Lust, da wird die Sendung im ‚Ziel-Paketzentrum‘ bearbeitet, in das Zustellfahrzeug geladen und befindet sich in Zustellung, aber es geschieht nichts. Das ist besonders fies, wird ein Zustellungsdatum garantiert und dafür auch bezahlt!

Vielleicht ist eine Packstation die Lösung? Ich muss die Sendung nicht im Haus suchen oder darauf warten, bis einer der 33 Nachbarn sein Heim wieder besiedelt. Gesagt getan, wäre da nicht die Registrierungsprozedur a la die sichere De-Mail. Die deutsche Bürokratie hat in Sachen Neuland Internet noch immer einen Stock im Arsch. Nach einer Woche Wartezeit darf ich dann endlich: Ich lenke meine Paketsendungen in die Packstation um. Das klappt auch ganz gut, selbst das Versenden von Paketen. Man muss sich zwar an den verwirrend-pseudobeamten Sprachgebrauch gewöhnen und stets belehrende Verweise in der Wiederholschleife hinnehmen, aber am Ende zählt das Ziel: Ich halte meine Sendung am Tag der garantierten Zustellung in der Hand.

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Wie seid ihr denn drauf?

Ich bin gerade auf großen Exa-Tripp. Keine Ahnung wieso. Aus Gründen räume ich meinen Waffenschrank auf. Da fallen mir zwangsläufig die innig geliebten Exa 1b’s in meine Hände. Die schöne Exa 1b, eine Kamera für den ambitionierten Amateur (DDR Werbeaussage), sie war mein Einstieg in die Droge das soziale Gleitmittel Fotografie. Das war so zwischen 1980 bis 1984. Dann war fünfzehn Jahre Ruhe um die anspruchsvolle Fotografie. Was blieb war der Gedanke an diese eine Kamera, ihr eigenartig mechanisches Klacken beim Auslösen. Keine andere Kamera unter den fotografischen Charakterschweinen meiner Waffensammlung kommt daran. Voller Herzschmerz!

Zu den 1b’s gesellte sich dann irgendwann mal eine Ihagee Exa. Ein Modell ohne Ziffer, Buchstabe, voller Vintage-Look, mit braunem Karton und Original Bedienungsanleitung. Ich habe sie mir nur zum Anschauen gekauft, denn sie war ein echter Schnapper der nur von mir adoptiert werden wollte, und doch ist sie funktionsfähig. Ich kaufe mir nie eine Kamera, die nicht funktioniert. Die Option Bilder zu machen muss gegeben sein, eben ein Musskriterium. Defekte Kameras darf man mir schenken. Immerhin trage ich die Entsorgung, was ja heute auch nicht mehr so einfach ist. Eine Ausnahme von der Regel ist die gekaufte 9 x 12 Plattenkamera. Aber aus der habe ich ja in einer Zweitverwertung meinen berühmt-berüchtigten DIY Dunkelkammer-Vergrößerer gebastelt.

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Wann und wo ist eigentlich die Dankbarkeit verloren gegangen?

Ich erfahre Dankbarkeit. Von meinen ‚Rentnern‘, zum Beispiel. Oder nenne ich es den ‚Fotografischen Frühschoppen‘. Nach meinem Empfinden tue ich eigentlich nicht viel für diese Dankbarkeit. Ich gebe mein Wissen und meine Sicht auf die Fotografie und ‚Das Machen von Bildern‘ weiter. Dabei sehe ich mich nicht als den großen Wissenden. Sicherlich habe ich viel gelesen und praktisch probiert. Dazu kommt eine ‚ingenieurwissenschaftliche‘ Herangehensweise statt wildes dilettantisches Herummachen. Und doch probiere ich vieles – auch abseits – des klassischen Wegs zum handgemachten Bild aus. Meine Maxime: Ich kann nur über etwas reden, dass ich selbst ausprobiert oder das mir selbst widerfahren ist. Habe ich die Erfahrung nicht, dann halte ich meinen Mund.

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Kleine Notiz an mich!

Ich stelle für mich fest:

Jahr um Jahr nimmt die Zahl der Grüße und Wünsche zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel ab. Selbst Erwiderungen auf verschickte Grüße und Wünsche werden immer weniger. Du solltest dich schämen Mensch, der bester Freund, guter Bekannter oder gar Familie genannt werden will!